Rückenschmerzen: Immer mehr Deutsche leiden

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Rückenschmerzen: Deutschlands Volkskrankheit Nummer 1

München - Beim Sitzen, Bücken oder im Stehen: Über 4,3 Millionen Deutsche leiden an Rückenschmerzen und es werden immer mehr. Hier ein paar Tipps für einen fitten Rücken.

Die Bilanz der Krankenkassen ist erschreckend: Bei der KKH-Allianz sind Muskel- und Skeletterkrankungen, insbesondere Rückenschmerzen - 2011 der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit.

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Rückenschmerzen: Die zwölf größten Irrtümer

Der Rückenschmerz stellt die häufigste Form von chronischen Schmerzen in Deutschland dar“, sagt Patric Stamm, Leiter des KKH-Allianz Servicezentrums in München. „Hier kann jeder vorbeugen: Im Büro öfter mal bewegen, Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren und vom Auto aufs Fahrrad umsteigen. In diesen und anderen Alltagssituationen können wir täglich aktiv dazu beitragen, unserem Körper mehr Bewegung zu verschaffen und den Rücken somit auf Dauer zu entlasten.“

Die häufigsten Rücken-Irrtümer

Rückenschmerzen kennt fast jeder, sie haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. So existieren auch diverse Mythen über den Rücken. Hier die häufigsten Rücken-Irrtümer.
Rückenschmerzen kennt fast jeder, sie haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. So existieren auch diverse Mythen über den Rücken. Hier die häufigsten Rücken-Irrtümer. © Bayer Health Care
Falsch: Harte Matratzen sind besser: Studien zeigen, dass bei Rückenschmerzen mittelharte Schlafunterlagen besser sind. Auf harten Matratzen verspannt sich der Rücken, was die Beschwerden verstärkt. Die Unterlage muss sich an die natürliche Krümmung der Wirbelsäule anpassen.
Falsch: Harte Matratzen sind besser: Studien zeigen, dass bei Rückenschmerzen mittelharte Schlafunterlagen besser sind. Auf harten Matratzen verspannt sich der Rücken, was die Beschwerden verstärkt. Die Unterlage muss sich an die natürliche Krümmung der Wirbelsäule anpassen. © Bayer Health Care
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Richtig: Beim Matratzenkauf kommt es auf das Körpergewicht an und darauf, ob Sie allein oder zu zweit schlafen. Als Faustregel gilt: Geringes Gewicht – weichere Matratze, größeres Gewicht – härtere Matratze. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten. © dpa
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Falsch: Wer schwer hebt, ruiniert sich das Kreuz Schwere Lasten sind nicht automatisch rückenschädlich. Entscheidend ist die richtige Trage- und Hebetechnik. Am Arbeitsplatz können zudem Hilfsmittel wie Tragegurte oder Tischwagen eine gute Unterstützung sein. © dpa
Hocken Rücken Schmerzen
Richtig: rückenschonende Methode zum Anheben ist die Kniebeuge: in die Hocke gehen, den Rücken gerade halten und... © DAK
Bandscheibe Wirbelkörper
...den Gegenstand mit der Muskelkraft aus den Oberschenkeln und dem Gesäß hochstemmen. Die Arme sollten Sie möglichst nah am Körper halten. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen und Drehungen. © dpa
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Falsch: Wer zu viel sitzt, bekommt automatisch Rückenschmerzen. Richtig: Nur weil jemand viel sitzt bekommt er nicht automatisch Rückenbeschwerden. © dpa
Bandscheibe Wirbelkörper
Schreibtisch-Menschen brauchen lediglich körperlichen Ausgleich und Bewegungspausen, die Sitzposition sollte so oft wie möglich verändert werden. Keilkissen oder ergonomisch geformte Stühle mit beweglicher Rückenlehne unterstützen außerdem den Rücken. Verzichten Sie mal auf das Auto und fahren Sie stattdessen mit dem Fahrrad ins Büro. Oder steigen Sie eine Station früher aus der U-Bahn und gehen Sie die letzten Meter zu Fuß. © DAK
Bandscheibe Wirbelkörper
Falsch: Ein Rücken mit Schmerzen muss geschont werden. © DAK
Die 4 häufigsten Rücken-Irrtümer
Richtig: Bewegung ist die beste Medizin – auch wenn’s im Rücken zieht. Bei einem Bandscheibenvorfall gilt: Je schneller man körperlich wieder aktiv wird, desto besser. Zunächst hilft sanfte Bewegung im Wechsel mit Entspannung. Schon ein kurzer Spaziergang hält den Rücken flexibel. © dpa
Bandscheibe Wirbelkörper
Die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern dienen als Stoßdämpfer. Verrutschen sie, können sie auf die Nerven drücken und Schmerzen auslösen. © DAK

Tipps für den Arbeitsalltag:

Wer eine vorwiegend sitzende Bürotätigkeit ausübt, sollte jede Gelegenheit nutzen, sich zu bewegen.

 „Hauptursachen sind mangelnde Bewegung und falsche Körperhaltung, wie zum Beispiel langes Sitzen in gebeugter Haltung“, erklärt Stamm. „Wechseln Sie so häufig wie möglich Ihre Arbeits- und Sitzposition. Wir empfehlen am Arbeitsplatz öfters aufzustehen, um sich zu dehnen und zu strecken.“

Bei einer Tätigkeit am Schreibtisch sollte darauf geachtet werden, dass der Oberkörper gerade aufgerichtet ist und die Füße leicht auseinander am Boden stehen. Die Beine nicht übereinander schlagen. Zudem sollte auf den Stuhl besonderes Augenmerk gelegt werden. Wichtig ist eine verstellbare und durchgehende Rückenlehne, die bis unter die Schulterblätter reicht.

Fit im Büro - Tipps für die Gesundheit

Fit im Büro
 © DAK
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Tipps für die Freizeit:

Wer sich und seinen Rücken trainieren möchte, sollte regelmäßig Sport treiben. Viele Menschen, die sich lange nicht mehr sportlich betätigt haben, profitieren von Sportgruppen, in denen Gleichgesinnte wieder behutsam an körperliche Aktivitäten herangeführt werden. Mit Laufen, Schwimmen, Radfahren sowie Nordic Walking gibt es geeignete Sportarten für Individualisten und Menschen, deren Terminplan Sport nur außerhalb der gewöhnlichen Trainingszeiten zulässt.

ml

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