Saisonale Depression führt zu Heißhunger und Schlafbedarf

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Zu wenig Licht: Im Winter leiden viele Menschen unter dem fehlenden Sonnenlicht. Die Winterdepression gibt es wirklich. Foto: Bernd Wüstneck

Krefeld (dpa/tmn) - Die Winterdepression ist kein Mythos. Ihre Ursache liegt im fehlenden Sonnenlicht. Die Folgen sind Müdigkeit und Heißhunger. Abhilfe schafft, wie sollte es anders sein, mehr Licht.

Wenig Elan und eine gedrückte Stimmung sind typische Anzeichen für eine saisonal abhängige Depression (SAD). Sie tritt in der lichtarmen Jahreszeit auf und geht oft einher mit verminderter Leistungsfähigkeit, erhöhtem Schlafbedarf, Heißhunger und steigendem Körpergewicht. Darin unterscheidet sie sich von einer echten Depression, erläutert Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). Betroffene hätten in dem Fall keinen Appetit und litten unter Schlafstörungen.

Eine SAD lässt sich in der Regel durch mehr Licht lindern: Betroffene sollten sich auch bei bedecktem Himmel tagsüber eine Stunde im Freien aufhalten. Auch eine Lichttherapie mit einer besonderen 10 000-Lux-Lampe sowie stimmungsaufhellende Arzneimittel wie hoch dosiertes Johanniskraut können Bergmann zufolge helfen. Halten Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit über den Winter hinaus an, sollte ein Facharzt klären, ob mehr als eine SAD dahinter steckt.

Was ist eine Depression?

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