Die Schale schützt wochenlang

Hartgekochte, bunt gefärbte Eier gehören in vielen Familien auf die Ostertafel, wie der Schokohase ins Osternest. Während der Hase meist schnell verputzt ist, überdauern die gefärbten Eier das Fest jedoch länger. Sie sind haltbarer als gedacht und lassen sich vielseitig verwenden.

Wer zu Hause selbst Eier hartkocht und färbt, kann sie im Kühlschrank etwa vier Wochen lang aufbewahren. Voraussetzung ist allerdings, dass die Schale keine Risse hat und das Ei nicht mit kaltem Wasser abgeschreckt wurde.

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Natürlich bunte Ostereier

Anders als gewöhnliche Frühstückseier werden Ostereier vor dem Kochen nicht an ihrem stumpfen Ende angepickt. So ein Löchlein ließe nämlich die Farbe direkt ins Innere. So vermeiden Sie, dass die Schale Schaden nimmt: Setzen Sie die Eier in kaltem Wasser an. Sie werden dann langsamer erhitzt und platzen nicht so leicht. Lassen Sie Eier in viel Wasser nach einem kurzen Aufkochen nur leise weiter köcheln. Hüpfen die Eier im sprudelnd kochenden Wasser umher, nehmen sie leichter Schaden. Verwenden Sie Eier, die schon sieben bis 14 Tage alt sind. Ihre Luftkammer ist größer, ihr Inneres flexibler.

Industriell gekochte und gefärbte Eier tragen eine Lackschicht und sind gekühlt bis zu fünf Wochen haltbar. Aber auch hier gilt: Wenn die Schale Risse hat, sollte das Ei früher gegessen werden.

Wer eine ganze Packung kauft, findet das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung. Bei einzeln angebotenen Eiern fehlt diese hilfreiche Kennzeichnung jedoch oft. „Das Verkaufspersonal muss zwar über das Haltbarkeitsdatum Auskunft geben können. Weil Sie aber über die Lagerbedingungen bis zum Verkauf nichts wissen, sollten Sie solche Eier möglichst bald essen“, sagt Laura Gross, Ernährungsreferentin der Verbraucher Initiative.

Vielfältige Verwendung

Der natürliche Osterschmuck lässt sich vielseitig verwenden: Ein Butterbrot mit Eierscheiben und Schnittlauch ist nicht nur beim Osterfrühstück ein Genuss. Zu Salzkartoffeln sind hartgekochte Eier in Petersilien-Soße ein schnelles Frühlingsgericht und auch in Heringssalat oder Salatdressing machen sie noch lange nach Ostern Freude.

Ein außen grünliches Eigelb ist kein Grund zur Sorge. Das ist eine Eisenschwefelverbindung, die durch zu langes Kochen entsteht und in dieser Konzentration harmlos ist. Schlechter Geruch und untypischer Geschmack sind dagegen ernste Hinweise darauf, dass das Ei verdorben ist. (nh)

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