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Schilddrüsenunterfunktion: 7 Warnsignale sind für Diagnose wichtig

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Von: Laura Knops

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Bei Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Es gibt mehrere Warnsignale, die für die Diagnose wichtig sind.

Die Erkrankung macht sich bei jedem anders bemerkbar: Der eine ist ständig aufgekratzt und hyperaktiv, der andere ist antriebslos und häufig müde. So unterschiedlich diese Symptome sind, hängen sie doch mit demselben Organ zusammen. Denn gerät die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht, kann sich das ganz unterschiedlich äußern und unterschiedliche Folgen haben. Gerade Frauen mit Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft sollten ihre Schilddrüsenwerte prüfen lassen – unbehandelt kann eine Schilddrüsenerkrankung Schäden am Kind verursachen.

Da die Beschwerden häufig sehr unspezifisch sind, wird eine Schilddrüsenunterfunktion daher häufig erst spät erkannt. Welche Warnsignale auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.

Schilddrüsenunterfunktion: Diese Warnsignale sollten Sie kennen

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und vor der Luftröhre. Doch obwohl die Schilddrüse meist nur wenig Beachtung findet, gehört sie zu den wichtigsten Organen im menschlichen Körper. Sie steuert nicht nur die Funktionen von Herz-Kreislauf und Nerven. Da die Schilddrüse für die Hormonproduktion zuständig ist, unterstützt sie auch das Wachstum und die Entwicklung von Zellen.

Eine Ärztin tastet den Kehlkopf eines Patienten ab.
Die Schilddrüse sitzt auf Höhe des Kehlkopfes und kann durch Abtasten erfühlt werden (Symbolbild). © Panthermedia / Imago

Eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion gehört zu den häufigen Erkrankungen im Erwachsenenalter. So leiden ein Drittel der deutschen Frauen und Männer unter einer Fehlfunktion der Schilddrüse – die meisten davon, ohne es zu wissen. Denn bereitet das schmetterlingsförmige Organ Probleme, sind die Symptome häufig unspezifisch und betreffen nicht selten den gesamten Stoffwechsel.

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Schilddrüsenunterfunktion: Hormonproduktion aus dem Gleichgewicht

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion produziert das Organ zu wenig Hormone – die zwei wichtigsten sind Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Ist der Körper im Gleichgewicht, produziert die Schilddrüse täglich etwa 80 bis 100 Mikrogramm Thyroxin (T4) und 10 bis 40 Mikrogramm Trijodthyronin (T3).

Gelangen diese Hormone jedoch nur begrenzt in den Organismus, wirkt sich das auf den gesamten Stoffwechsel aus. Eine Unterfunktion der Schilddrüse macht sich daher laut dem Bundesgesundheitsministerium durch körperliche, aber auch psychische Beschwerden bemerkbar.

Schilddrüsenunterfunktion: Symptome sind vielfältig

Viele Menschen leiden unter einer Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt. So ist in Deutschland rund jeder Dritte von einer veränderten Schilddrüse betroffen.

Folgende Warnsignale sprechen für eine Schilddrüsenunterfunktion:

Auch Haarausfall, trockene Haut, brüchige Nägel und Verstopfung können auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten.

Schilddrüsenunterfunktion: Risiko steigt mit zunehmendem Alter

Aufgrund der vielfältigen Symptome sollten Schilddrüsenerkrankungen bei der Anamnese schon zu Beginn in Betracht gezogen werden. Gerade ältere Menschen sollten das Organ bei unspezifischen Beschwerden untersuchen lassen. So treten Erkrankungen der Schilddrüse häufiger mit zunehmendem Alter auf. Frauen sind dabei laut dem Bundesverband Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) deutlich häufiger betroffen.

Am häufigsten tritt eine Unterfunktion in Folge einer Hashimoto-Erkrankung auf, bei der die Schilddrüse angegriffen wird. Eine mögliche Ursache für eine veränderte Schilddrüse kann zudem die zu geringe Aufnahme von Jod sein. Denn auch ein Jodmangel kann zu einer Schilddrüsenerkrankung führen. Nur in seltenen Fällen ist die Fehlfunktion angeboren.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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