Hilfe für Hygienemuffel

Männer brauchen Schilder zum Händewaschen

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New Brunswick - Keime, Viren und Bakterien - mit ganz einfachen Mitteln kann Mann Krankheiten vorbeugen: Händewaschen! US-Forscher haben jetzt herausgefunden, was Hygienemuffeln hilft. 

Hinweistafeln in Toiletten ermuntern Männer zum Händewaschen. Finden sich entsprechende Schilder in den Waschräumen, waschen sich nicht nur mehr Männer die Hände, sie tun dies auch gründlicher, berichten US-Forscher im Fachblatt „Human Communication Research“. Ihre Untersuchung zeige, welche wichtig Rolle die Kommunikation in Gesundheitskampagnen spiele. Dies könne erhebliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben, vor allem während der Erkältungszeit und in der Grippe-Saison.

Die Forscher um Maria Lapinski von der Michigan State University (East Lansing/US-Bundesstaat Michigan) hatten das Verhalten männlicher Studenten nach dem Toilettengang beobachtet. Ohne Hinweisschilder wuschen sich immerhin 77 Prozent aller Männer die Hände. Die Forscher brachten dann Schilder an mit dem Text: „Vier von fünf Männern waschen sich ihre Hände.“. Auf dem Schild waren Studenten derselben Universität zu sehen. Außerdem fanden sich darauf Hinweise, wie man sich richtig die Hände säubert.

Daraufhin stieg die Zahl der Händewascher auf 86 Prozent, berichten die Wissenschaftler. Diese ließen das Wasser auch länger laufen als solche, die keine entsprechenden Hinweisschilder zu sehen bekommen hatten. Sie wuschen die Hände also gründlicher. „Aus Sicht des Gesundheitswesens ist das eine wichtige Beobachtung, denn gründliches Händewaschen kann die Übertragung vieler Krankheiten verhindern - und wir haben gute Belege dafür, dass Menschen es nicht so oft oder so gut tun, wie sie sollten“, erläutert Maria Lapinski.

Darm: Von Zotten und Bakterien

Bauweh Darm
Das wichtigste zum Thema Darm: Er verrichtet seinen Dienst im Verborgenen, macht nur selten auf sich aufmerksam. Dabei braucht sich der Darm nicht zu verstecken. Immerhin holt er auch noch das Letzte aus dem Essen raus. Ohne den Darm würden uns schnell die Kräfte verlassen: Ein kleiner Einblick in seine Arbeit, natürlich in leicht verdaulichen Portionen. © dpa
Der Darm ist nicht nur bis zu acht Meter lang. Ausstülpungen der Schleimhaut ins Darminnere, sogenannte Zotten, vergrößern seine Oberfläche um ein Vielfaches. Dazu tragen auch Fortsätze auf den Darmzellen bei. So bringt es der Darm auf eine Oberfläche von 400 bis 500 Quadratmeter. Das erlaubt es ihm, seh viele Nährstoffe aufzunehmen. © dpa
Fünf Liter Verdauungssekret bildet der Körper an nur einem Tag. Einen Teil kommt aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die vor allem wichtige Verdauungsenzyme liefert. Sie spalten den Speisebrei in seine Bestandteile. Die Leber liefert Galle, die in der Gallenblase gespeichert und nach dem Essen in den Dünndarm abgegeben wird. Die zähe Flüssigkeit hilft bei der Fettverdauung. © dpa
Der Darm ist das Zuhause unzähliger Mikroorganismen. Sie helfen bei der Verdauung und verhindern, dass sich krankmachende Keime ansiedeln. Besonders eng ist es dabei im Dickdarm. Dort findet man bis zu zehn Billionen... © dpa
...Bakterien pro Gramm Darminhalt. Auch der Stuhl besteht zu mehr als 50 Prozent aus Bakterien. Ist der Darm chronisch entzündet, reagiert er nicht nur mit Durchfall. Er kann auch seine Funktionen nicht mehr voll erfüllen. So vertragen manche Patienten plötzlich Milch nicht mehr gut. Enzyme, die den enthaltenen Milchzucker (Lactose) spalten, werden nämlich in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet. © dpa
Das funktioniert bei einer Entzündung oft nicht mehr richtig. Auch die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen funktioniert deutlich schlechter, was zu einem Mangel führen kann. © dapd
Sie haben weitere Fragen zum Darm und chronischen Entzündungen? Verlässliche Informationen im Internet finden Sie zum Beispiel beim Kompetenznetz Darmerkrankungen unter www.kompetenznetz- ced.de, die Gastroliga bietet Broschüren zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unter www.gastro-liga.de zum Download. © dpa
Sogar einen eigenen Tag zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gibt es: Am 28. September findet der Crohn-Colitis-Tag statt. Veranstaltungen findet man unter www.crohncolitis- tag.de. © dapd

Einmal im Jahr machen Experten in vielen Ländern der Welt auf die Bedeutung des Händewaschens hin - am Internationalen Tag des Händewaschens, der am 15. Oktober begangen wird. Händewaschen kann die Übertragung einer Vielzahl von Keimen verhindern und ist deshalb möglicherweise sogar wirksamer als einzelne Impfstoffe, sagen die Organisatoren des Tages. Wenn das regelmäßige Händewaschen verinnerlicht werde, könnten mehr Menschenleben gerettet werden als durch einzelne Impfungen oder medizinische Eingriffe. Dies trifft besonders in den Entwicklungsländern zu, wo Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen zu den Haupttodesursachen von Kindern zählen.

dpa

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