Noch vor Russland

Krass: WHO schlägt jetzt Alarm - so viel Liter Alkohol trinkt allein ein Deutscher pro Jahr

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O'zapft is: Die Deutschen trinken zu viel Alkohol, sagt eine WHO-Studie.

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: Die Deutschen rauchen zu viel, sind zu dick - und achten auch sonst nicht besonders auf ihre Gesundheit. Vor allem, wenn es um Bier & Co. geht.

Rauchen, Übergewicht - und zu viel Alkohol: Diese Laster sollen laut einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die vergangenen Mittwoch (19. September) in London vorgestellt wurde, in ganz Europa für Probleme sorgen. 

Zwar würden wir dem Bericht zufolge alle immer länger leben - doch zu welchem Preis? Schließlich sind Volkskrankheiten wie Adipositas oder Krebs auf dem Vormarsch. Die Anzahl derer, die daran erkranken, soll in den letzten Jahren geradezu explodiert sein. Sie gelten bereits als Volkskrankheiten.

WHO-Gesundheitsstudie: Die Deutschen trinken zu viel - aber leben dafür immer länger

Unter den 53 Ländern schneidet laut der Studie Deutschland in diesen Punkten nicht immer gut ab. "In Deutschland liegt der Alkoholkonsum sehr hoch", sagt Claudia Stein, WHO-Abteilungsleiterin für Information, Evidenz, Forschung und Innovation, gegenüber der deutschen Presse-Agentur.

So soll der durchschnittliche Verzehr bei den Über-15-Jährigen in anderen EU-Ländern bei 8,6 Liter reinen Alkohols pro Jahr liegen, während es hierzulande bereits elf Liter seien. Trauriger Spitzenreiter sei hingegen Litauen - hier sind es stolze 15,2 Liter. Interessant ist allerdings auch, dass der Alkoholkonsum in Russland dagegen abgenommen habe (10,1 Liter).

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Über die höchste Lebenserwartung dürfen sich hingegen die Schweizer und Luxemburger freuen - die liegt bei den beiden Ländern bei 83 Jahren. Damit ist sie zu den Vorjahren um ein Jahr gestiegen.

Deutschland muss sich allerdings nicht verstecken, hier werden Bürger durchschnittlich 81 Jahre alt. "Damit liegt Deutschland im obersten Viertel der Statistiken", erklärt Studienautorin Stein. Der Grund dafür: "Das liegt unter anderem am guten Zugang zum Gesundheitssystem."

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Impfraten wieder gestiegen - doch Fettleibigkeit ist besonders bei Kindern massives Problem

Ebenfalls erfreulich sei, dass die Impfraten wieder angestiegen sind, vor allem bei Krankheiten, die möglicherweise sogar tödlich verlaufen können. "Sie liegen bei Masern zum Beispiel inzwischen bei 97 Prozent", so Stein. Die Ukraine bilde dagegen mit nur 42 Prozent das traurige Schlusslicht.

Ein weiteres, gewichtiges Problem ist die grassierende Fettleibigkeit in der Europäischen Union. Mehr als die Hälfte (!) der EU-Bevölkerung soll an massivem Übergewicht leiden. Dabei fanden die Studienautoren heraus. "In den meisten Ländern waren mehr Männer als Frauen übergewichtig, doch litten mehr Frauen an Adipositas (extremem Übergewicht) als Männer", berichtet Stein weiter. Besonders in Deutschland sei die Zunahme von Fettleibigkeit unter Kindern besorgniserregend, sagen die Experten.

Die EU-Gesundheitsstudie der WHO, die etwa 900 Millionen Menschen umfasst, wird alle drei Jahre neu veröffentlicht.

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jp

Kaum zu glauben: Diese fünf Gewohnheiten können Ihre Leber zerstören

Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits sechs Gramm Fruktose.
Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits sechs Gramm Fruktose. © pixabay
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte.
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte. © pixabay
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor.
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor. © pixabay
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis "…-Öl, zum Teil gehärtet", gekennzeichnet sein.
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis "…-Öl, zum Teil gehärtet", gekennzeichnet sein. © pixabay
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals nun den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen.
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals nun den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen. © pixabay

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