Schlafgestört und kein Ausweg?

Das Gedankenkarussel dreht sich: Viele Menschen mit Schlafstörungen geben Stress als Ursache für nächtliche Grübeleien an. Oft genügt die Veränderung der Gewohnheiten, um Abhilfe zu schaffen.

Vier Millionen Erwerbstätige schlafen mindestens dreimal pro Woche so schlecht, dass ihre Leistung und Konzentration am nächsten Tag darunter leidet. Zwar können unruhige Beine oder nächtliche Atempausen auch Ursachen sein, die große Mehrheit gibt aber Stress und nicht abschalten können als Grund für ihre Schlafprobleme an.

Nachts kommt es dann zu Ein- oder Durchschlafproblemen mit Grübeln oder Gedankenkreisen. Bald dreht sich alles nur noch um den Gedanken an die nächste schlaflose Nacht und wie man denn am Besten den Schlaf erzwingen kann. Tragischerweise verhindert gerade das einen erholsamen Schlaf.

Erhöhtes Krankheitsrisiko

Dabei werden Schlafstörungen nicht nur innerhalb kurzer Zeit chronisch, sondern erhöhen auch das Risiko an einer Depression zu erkranken. In letzter Zeit werden auch eine veränderte Immunreaktion, Übergewicht oder eine erhöhte Sterblichkeit mit Schlafstörungen in Zusammenhang gebracht. Daher müssen sie möglichst früh erkannt und behandelt werden, vor allem wenn nicht-medikamentöse Therapien erfolgreich sein sollen. Seit langem ist bekannt, dass strukturierte Behandlungskonzepte, die sowohl Entspannungsübungen als auch schlafspezifische Verhaltensmaßnahmen umfassen, langfristig wirksamer sind als eine alleinige Tabletteneinnahme. Dennoch werden immer einige Patienten einer Behandlung mit Schlafmitteln bedürfen, was dann jedoch mit einem nicht-medikamentösen Verfahren kombiniert werden sollte.

Das Studienzentrum Wilhelmshöhe füllt nun diese Lücke in der Region und bietet eine Schlafschule als Wochenendkurs für Interessierte mit gelegentlichen Ein- und Durchschlafstörungen an. Für Betroffene, die häufiger unter dem Problem leiden, steht als Behandlungsangebot eine strukturierte Kurzzeit-Verhaltenstherapie über sechs Wochen offen. Beide Angebote werden in Kleingruppen mit maximal acht Teilnehmern durchgeführt, um einen möglichst großen Erfolg zu erzielen. (nh)

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