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Warum haben wir Schmerzen?

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Rückenschmerzen sind eine Qual. 

Schmerz ist lebenswichtig. Schmerz ist ein Warnsignal und soll den Körper schützen. Er zeigt an, dass der Körper geschädigt oder verletzt wurde.

Hitze, Kälte, Druck oder krankhafte Prozesse im Körperinneren können einen akuten Schmerz hervorrufen. Schmerzrezeptoren auf der Haut und im gesamten Körper leiten bei einer Reizung Signale an das Rückenmark und von dort an das Gehirn weiter. Die elektrischen Impulse werden in Höchstgeschwindigkeit verarbeitet. Die Schmerzinformationen rasen mit einer Geschwindigkeit bis zu 110 Stundenkilometern über spezielle Nervenfasern durch den Körper. 

Akuter Schmerz ist ein Symptom

Das Gehirn verarbeitet die Informationen, wo und wie stark es schmerzt. Das Gehirn selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren und ist deshalb schmerzunempfindlich. Allerdings nimmt jeder Mensch Schmerzen unterschiedlich war. Die Intensität hängt meist von der Verletzung ab. 

Bei akuten Schmerzen kann sich der Herzschlag erhöhen, die Atmung sich beschleunigen. Daneben sind ansteigender Blutdruck, vermehrter Schweiß und geweitete Pupillen möglich. Akute Schmerzen beginnen plötzlich und verschwinden in der Regel nach einigen Stunden oder Tagen wieder, sobald die Ursache geheilt ist.

In Extremsituationen, wie bei einem Unfall oder unter starker körperlicher Anstrengung, schüttet der Körper sogenannte Endorphine aus, die den Schmerz lindern oder für kurze Zeit ausschalten können.

Bei großer Angst oder auch Stress kann der Schmerz aber auch intensiver wahrgenommen werden.

Chronische Schmerzen

Bei Schmerzen, die länger als drei bis sechs Monate andauern, sprechen Mediziner von chronischen Schmerzen. In diesen Fällen hat der Schmerz seine Warnfunktion verloren. Aber auch wiederkehrende Schmerzen wie beispielsweise Migräne gelten als chronische Schmerzen.

Schmerz ist nicht gleich Schmerz. Ursache und Entstehung spielen laut Deutsche Schmerzliga e.V. eine wichtige Rolle. Zu den häufigsten Schmerzen gehören Rücken-, Muskel- und Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen (Arthrose), rheumatoide Arthritis, Nerven - und Tumorschmerzen.

So schnell ist der Schmerz

Mit Tempo 110 rasen Schmerzinformationen durch den Körper.
Rasende Schmerzen: Mit Tempo 110 rasen Schmerzinformationen durch den Körper. Schmerzsignale sind so schnell wie das schnellste Säugetier auf dem Land. © healthcare.bayer.de
Gepard
Aufgrund seines Körperbaus ist der Gepard auf dem Land das schnellste Säugetier der Welt. Er erreicht im Lauf bis zu 110 Stundenkilometer, kann diese hohe Geschwindigkeit aber nur etwa 400 Meter durchhalten. © dpa
Niesen
Beim Niesen werden Geschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometer gemessen. © dpa
Nilpferde
Nilpferde sind verdammt schnell. Die behäbig wirkenden "Hippos" können bis zu Tempo 50 schnell spurten. © picture-alliance
Elefant
Elefanten sind mit einer Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern langsamer als ein Nilpferd. © dpa
Fußball
Mächtig Bumms: Ein Elfmeterball erreicht bis zu 120 km/h. © dpa
Usain Bolt
Der schnellste Mensch der Welt Usain Bolt lief bei seinem Weltrekordlauf von 9,58 Sekunden über 100 Meter eine Spitzengeschwindigkeit von rund 44 km/h und erreichte damit nicht einmal das Tempo eines Nilpferds. © dpa
TGV
Mit bis zu 574,8 Stundenkilometer rauscht der TGV durch Frankreich.  © dpa
Schneekristall
Schneeflocken fallen mit 1 km/h vom Himmel. © picture alliance / dpa
Regen in München.
Regen kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 Stundenkilometern fallen. © dpa

ml

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