Schmerzfrei ins Herz

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Genaue Diagnose: Während und nach der Untersuchung beantwortet Dr. Bertolt Linder (links) alle Fragen seiner Patienten.

Obwohl die Sterblichkeit von Herzpatienten dank fortgeschrittener Diagnostik zurückgegangen ist, gleicht die Arbeit der Mediziner doch einer Sisyphusarbeit – denn Herzkrankheiten sind ein Volksleiden.

Die Echokardiografie ist eine sanfte, jedoch äußerst effektive Waffe, die im Bad Arolser Krankenhaus zum Einsatz kommt.

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) erlaubt dem Fachmann einen Blick ins Innere des Patienten ohne in ihn einzudringen. Schnell und schmerzfrei deckt Spezialist Dr. Bertolt Linder mithilfe des Ultraschallgerätes diverse Herzkrankheiten- und schwächen auf. Sichtbar werden auf seinem Monitor die Bewegungen des Herzmuskels wie auch die Herzwände, die entscheidend für die Pumpfunktion des großen Muskels sind. Außerdem sind alle vier Herzklappen zu sehen, die sowohl zu eng als auch durchlässigkeitsgestört sein können.

Woher der Schmerz kommt

Wenn ein Patient mit Brustschmerzen jeglicher Art ins Krankenhaus eingeliefert wird, trägt eine Echokardiografie viel zur Differenzierung der Diagnose bei. Sofort kann erkannt werden, ob die Schmerzen vom Herzen kommen oder nicht. Wenn Dr. Linder von der Echokardiografie spricht, merkt man, dass sie sein Steckenpferd ist. Selbst hat er lange für die Ärztekammer Nordrhein Ärzte am Ultraschallgerät ausgebildet und wenn er jetzt an seiner Auswerteeinheit des Geräts sitzt, entgeht dem erfahrenen Mediziner nichts. Ein bis zwei Tage pro Woche ist Dr. Linder am Kasseler Klinikum mit Herzkatheteruntersuchungen beschäftigt. Aber auch wenn die Echokardiografie in Bad Arolsen vor Ort durchgeführt wird, operiert wird nur im Herzzentrum in Kassel.

Die Untersuchung selbst findet in einem abgedunkelten Raum statt. Für den Patienten steht ein eigener Monitor zur Verfügung, damit der alles mit verfolgen kann, was Dr. Linder während der ca. 15-minütigen Untersuchung erklärt. Die Untersuchung verursacht keine Schmerzen und stellt keine Beeinträchtigung dar. Eine Sonderform ist der Schluckultraschall, bei dem eine Sonde in Speiseröhre und Magen eingeführt wird. Außerdem gibt es noch den so genannten Stress-Ultraschall, bei dem das Herz unter Belastung geschallt wird. Die Belastung wird durch Medikamente ausgelöst.

Von Heike Saure

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