Gesund durch den Herbst

Schnupfen? So werden Sie schnell wieder fit

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Herbstzeit ist Schnupfenzeit. 

Sobald der Sommer vorbei ist, geht es los mit den ersten Erkältungen. Dazu sind viele Menschen noch ausgesprochen müde. Es ist Zeit Körper und Abwehrkräfte zu stärken. 

Elisabeth Graser von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken gibt Tipps, wie man fit durch den Herbst kommt:

Frischluft tanken

Heizungsluft macht den Schleimhäuten in Mund und Nase zu schaffen, so dass diese eindringende Krankheitserreger nicht mehr so gut abwehren können. Deshalb sollten beheizte Räume regelmäßig gelüftet werden. Bei Bedarf können spezielle Luftbefeuchter zum Einsatz kommen. Wichtig ist auch, den Körper mit ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen, insbesondere durch Kräutertees und Wasser. Am besten ist, sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen, um das Immunsystem zu stärken.

Ausgewogen essen

Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, die Abwehrkräfte zu stärken. Entscheidend ist, auf eine ausreichende Zufuhr der Vitamine A, C und E zu achten, die in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen. Auch Zink sollte ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden. Es ist in Haferflocken, Kernen, aber auch in Käse oder Putenfleisch enthalten.

Genug schlafen

Ausreichend erholsamer Schlaf hat eine enorme Bedeutung für die körperliche Fitness und ein intaktes Immunsystem. Wer weniger als sieben Stunden schläft, hat ein dreimal höheres Risiko, sich eine Erkältung einzufangen.

Entspannung suchen

Auch zu viel Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus und kann es schwächen. Daher sollte jeder Wert auf bewusste Entspannungsphasen legen. Entspannungstechniken wie Progressive Muskelrelaxation oder Yoga bieten sich dafür an, aber auch ein warmes Bad mit ätherischen Ölen. Gesund sind auch Saunagänge, allerdings nur, wenn keine akute Erkältung vorliegt.

Hände waschen

In der Erkältungszeit ist der Kontakt mit vielen Menschen riskant. Über Husten, Niesen und dem Griff nach der Türklinke verteilen sich Erreger rasch und gelangen über die Hände in die Atemwege des nächsten Menschen. Das regelmäßige Händewaschen mit Seife beugt einer Infektion vor.

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann.
Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann. © dapd/dpa
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel. © dpa
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken. © dpa
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen. © TKK
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger. © obs /Tempo
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen.
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen. © dpa
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann.
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann. © dpa
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza).
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza). © dpa
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden.
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden. © dpa

dpa

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