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Alarmierend: Wer zu wenig schläft, dem droht Alzheimer

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Wer ständig Überstunden macht und müde ist, der kann im Alter mit Demenz zu kämpfen haben.

Wer zu wenig und schlecht schläft, wird dement: Zu diesem schockierenden Ergebnis kamen nun Forscher. Schlafstörungen könnten ein erstes Anzeichen sein.

Wer viel schläft, bleibt länger fit: Was wichtig für die körperliche Gesundheit ist, gilt ebenso für die mentale Stärke. Fakt ist: Schlaf ist notwendig – und hilft, die körpereigenen Zellen in der Nacht zu regenerieren.

Wer dagegen unter Schlafmangel leidet, setzt seinen Körper unter Stress und verhindert somit, dass er richtig funktionieren kann. Erkrankungen wie ein erhöhtes Schlaganfall- und Krebsrisiko sind die Folge.

Zu wenig Schlaf Ursache für Alzheimer?

Doch Forscher haben nun herausgefunden, dass zu wenig Schlaf zudem die Entstehung von Alzheimer begünstigen kann. Schlafstörungen seien ihnen zufolge ein Indiz, das Betroffene ernst nehmen sollten. Sie könnten nämlich ein erstes Anzeichen für eine beginnende Demenz sein – oder zumindest eine mögliche Ursache darstellen.

Zwar gibt es bis jetzt noch kein Medikament, dass das Vergessen stoppt, dennoch gibt es bereits gute Behandlungschancen – allerdings nur, wenn Ärzte die Erkrankung bei Betroffenen früh genug entdecken. Symptome sind oftmals Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit.

Alzheimer durch Schlafstörung: Das steckt dahinter

Die Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore analysierten sechs Jahre lang die Schlafqualität von 101 Probanden im Alter von über 60 Jahren. Zudem untersuchten die Forscher die Gehirne der Teilnehmer auf Anhäufungen amyloider Plaques – sogenannter Eiweißablagerungen - zwischen den Neuronen. Diese gelten als Hauptmerkmal für Alzheimer.

Das erstaunliche Ergebnis: Wer nicht nur wenig, sondern auch noch schlecht schläft, der hat ein erhöhtes Alzheimer-Risiko. Schließlich entgiftet das Hirn in der Nacht – und Stoffwechselabfallprodukte werden abtransportiert. Ergo: Wenn dies nicht (richtig) geschehen kann, entstehen die gefürchteten Ablagerungen.

Erfahren Sie hier außerdem, warum auch Diät-Limo im Verdacht steht, Ihrem Gehirn massiv zu schaden.

Lesen Sie hier zudem weiter, warum es gesünder ist, ab sofort immer nackt zu schlafen

Auch interessant: Vier Gründe, warum Sie immer auf der linken Seite schlafen sollten.

Von Jasmin Pospiech

Schlummerhilfe vom Smartphone: Was Sleep-Tracker bringen

Apps wie Sleep Cycle Alarm Clock messen auch die Bewegungen im Schlaf. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn
Apps wie Sleep Cycle Alarm Clock messen auch die Bewegungen im Schlaf. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn © Karolin Krämer
Um ein simples Sleep-Tracker-Konzept handelt es sich bei der Schlafenszeit-Funktion in der iPhone-Uhren-App. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn
Um ein simples Sleep-Tracker-Konzept handelt es sich bei der Schlafenszeit-Funktion in der iPhone-Uhren-App. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn © Karolin Krämer
Das Smartphone weicht vielen Besitzern auch im Schlaf nicht von der Seite. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn
Das Smartphone weicht vielen Besitzern auch im Schlaf nicht von der Seite. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn © Karolin Krämer
Die App Sleep Cycle misst im Schlaf auch Bewegungen. Foto: Northcube AB/dpa-tmn
Die App Sleep Cycle misst im Schlaf auch Bewegungen. Foto: Northcube AB/dpa-tmn © Northcube AB
Sleep Better fragt ab, welche Faktoren den Schlaf beeinflusst haben könnten. Foto: Runtastic/dpa-tmn
Sleep Better fragt ab, welche Faktoren den Schlaf beeinflusst haben könnten. Foto: Runtastic/dpa-tmn © Runtastic
Schlafanalyse auf der Smartwatch: Die App Pillow gibt es auch für iWatches. Foto: Neybox Digital Ltd/dpa-tmn
Schlafanalyse auf der Smartwatch: Die App Pillow gibt es auch für iWatches. Foto: Neybox Digital Ltd/dpa-tmn © Neybox Digital Ltd

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