Neue Studie zur Körpergröße veröffentlicht

Wer im Alter mehr als zwei Zentimeter schrumpft, soll früher versterben: So können Sie vorbeugen

Ein älteres Pärchen geht durch einen Park spazieren.
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Wer im Alter viele Zentimeter Körpergröße einbüßt, hat Forschern zufolge ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko.

Europäische Forscher beleuchteten in einer Studie, wie sich die Veränderung der Körpergröße auf die Lebenserwartung auswirkt. Vor allem eine Gruppe ist betroffen, heißt es.

Mit 80 Jahren haben die wenigsten Menschen noch die Körpergröße, die sie mit 25 hatten. Das ist nicht weiter beunruhigend, sondern ein normaler Alterungsprozess. Erklären lässt sich das Schrumpfen im Alter etwa durch Haltungsschäden oder dünner werdende Bandscheiben. Ein Forscherteam der schwedischen University of Gothenburg und der dänischen University of Copenhagen hat sich mit der Frage beschäftigt, ob das Schrumpfen im Alter Auswirkungen auf die Lebensdauer* hat – mit überraschend eindeutigen Ergebnissen.

So konnten die Forscher zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen verlorener Körpergröße und dem Sterberisiko besteht. Vor allem Frauen, die im Alter stark schrumpfen, hätten den Wissenschaftlern zufolge ein erhöhtes Risiko für einen frühzeitigen Tod, heißt es in der auf dem Fachportal BMJ Open veröffentlichten Studie. „Der Verlust der Körpergröße ist ein Marker für erhöhte Sterblichkeit bei nordeuropäischen Frauen“, so die Schlussfolgerung der Forscher.

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Ohnehin geringe Körpergröße und Bewegung schützen vor dem Schrumpfen im Alter

Für ihre Studie hatten die dänischen und schwedischen Studienautoren die Daten von 2.406 schwedischen und dänischen Frauen ausgewertet. Die Studienteilnehmerinnen waren in den Jahren zwischen 1908 und 1952 geboren und waren zum Startzeitpunkt der Studie zwischen 30 und 60 Jahre alt. Eine erneute Untersuchung inklusive Vergleich der Körpergröße fand zehn bis 13 Jahre nach der ersten Analyse statt. 17-19 Jahre nach der zweiten Untersuchung wurden die Todesfälle erfasst.

Nach Abzug anderer Faktoren wie Alkoholkonsum und Bildungsstand, die einen Einfluss auf das Sterberisiko haben könnten, kamen die Wissenschaftler dem Portal Fitbook.de zu dem Schluss, dass jeder verlorene Zentimeter im Alter mit einem 14 bis 21 Prozent erhöhtem Risiko eines verfrühten Todes einhergeht. Am gravierendsten sei ein Größenverlust von über zwei Zentimetern: Studienteilnehmerinnen ab 50 Jahren, die mehr als zwei Zentimeter im Beobachtungszeitraum geschrumpft waren, hatten ein doppelt so hohes Risiko, an einem Schlaganfall oder einer anderen Herzkrankheit zu sterben, geht aus der Studie hervor.

Doch dem Schrumpfen kann den Wissenschaftlern zufolge vorgebeugt werden: „Geringe Körpergröße und eine hohe körperliche Aktivität in der Freizeit bei Studienbeginn waren unabhängig vom Alter schützend vor Höhenverlust“, so die Forscher. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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