Hitzewelle Sommer 2017

So schützen Sie sich vor Hitzschlag, Sonnenstich & Co.

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Am Strand oder am See legen sich viele Sonnenanbeter gerne in die pralle Hitze. Doch ihrem Körper tun Sie damit nichts Gutes.

Hitzschlag, Sonnenstich oder -brand: Wer in der Hitze gesund bleiben möchte, der sollte sich gut vorbereiten. Mit diesen Tipps klappt's am Badesee und Strand.

Anfang August überrollt uns in Deutschland eine Hitzewelle. Und die soll auch nicht so schnell aufhören. Bis Freitag (4.8.) droht schwül-heiße Luft, die Sie richtig ins Schwitzen bringen wird. Zwischendurch sorgen zwar schwere Gewitter für Abkühlung, aber auch für Sturmböen und Überschwemmungen.

Allerdings bleibt es nicht kühl – schnell ächzen viele wieder unter der Sommerhitze. Auch wenn Sie gerade Sommerferien haben und gen Süden reisen oder am Badesee entspannen wollen, sollten sie sich nicht gleich in die pralle Sonne legen.

Hitzschlag und Sonnenstich: So schützen Sie sich richtig

"Sonnenhungrige sollten es am Anfang nicht gleich übertreiben", rät Patric Stamm vom KKH Kaufmännische Krankenkasse-Serviceteam München. "Besonders in Südeuropa erreichen die Temperaturen locker die 30-Grad-Marke oder liegen sogar darüber. Für viele Menschen kann der Klimaunterschied gesundheitliche Folgen haben."

Sonnenbrand, Sonnenstich und Hitzschlag können die Folge sein. Symptome dafür sind starke Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar Erbrechen. Im schlimmsten Fall versagen die Organe und der Betroffene verliert das Bewusstsein.

Wer diese Anzeichen bei sich oder seiner Familie erkennt, sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen. Besonders gefährdet sind meist Senioren, Kinder und Sportler.

"Ein Hitzschlag kann entstehen, wenn der Körper zu lange direkter Sonneneinstrahlung oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Ebenso droht bei hoher körperlicher Belastung der Kreislauf zusammenzubrechen", erklärt Stamm.

"Im Gegensatz zum Hitzschlag ist bei einem Sonnenstich in erster Linie das Gehirn betroffen. Dabei werden Hirnhäute in Kopf und Halswirbelsäule durch die intensive Sonneneinstrahlung dermaßen gereizt, dass der Betroffene ebenfalls unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen leidet", so Stamm.

Um dennoch gesund sonnenbaden zu können, empfiehlt sich also eine leichte Kopfbedeckung, wie beispielsweise ein Sonnenhut, eine Schirmmütze oder ein Kopftuch. Zudem sollten sie immer eine Flasche Wasser und Sonnencreme dabei haben.

Außerdem sollten Sie bei Sonne und Hitze folgende Regeln beachten:

  • Viel Trinken: Am besten eignet sich Mineralwasser, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen wieder aufzufüllen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden: wenn möglich, immer im Schatten aufhalten. Darüber hinaus die Haut regelmäßig und mehrmals am Tag mit einem Sonnenschutzmittel (am besten LSF 20 bis 30) eincremen, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.
  • Richtig lüften: An heißen Sommertagen sollte man am Besten nur lüften, wenn es draußen am kühlsten ist – also frühmorgens oder spätabends.
  • Die richtige Kleidung tragen: Luftige Blusen und Hemden aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen helfen, den Urlaub oder den Badeausflug ohne große Schweißausbrüche zu überstehen.

Wussten Sie's? Auf diese Abkühltricks fällt fast jeder rein. Lesen Sie hier mehr.

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jp

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