Schutz gegen Mobbing im Netz

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Internet-Mobbing kann jeden treffen: Attacken sollten gespeichert werden, um sie belegen zu können.

Vom Mobbing durch Kollegen und Vorgesetzte bis zum Cyberbullying - dem Angriff via Internet oder Handy: psychosoziale Belastungen haben längst die unterschiedlichsten Lebensbereiche durchdrungen.

Die Uni Darmstadt hat jetzt die Internetseite „Stoppt die Mobber“, eine wissenschaftlich fundierte Informationswebsite für Betroffene, entwickelt.

Zu Beginn ihrer Arbeiten hatte sich die Forschergruppe auf jene psychosozialen Belastungen konzentriert, die besonders weit verbreitet scheinen: Stress und Burnout als Folge übermäßigen Engagements sowie die unterschiedlichen Formen des psychischen Terrors am Arbeitsplatz. Dazu zählt insbesondere das Mobbing durch Kollegen und das Bossing, das Mobbing durch Vorgesetzte. In mehreren Arbeitsgruppen hatten sich die Studierenden den Thematiken genähert und anhand der Analyse vorhandener wissenschaftlicher Untersuchungen die Website mit Fakten gefüllt. „Man findet viel im Netz zu diesem Thema, mit unserer Seite möchten wir durch wissenschaftlich belegte Informationen Orientierung geben“, sagt Wolfgang Thau zur Funktion der Seite. Zahlreiche Quellennachweise sowie ergänzende Links sollen dem Leser die Möglichkeit bieten, sich weitergehend zu informieren. Stress und Mobbing im Studium sind weitere Schwerpunkte gewidmet und insbesondere dem Cyberbullying, dem Psychoterror durch elektronische Medien: etwa in sozialen Netzwerken im Internet oder via SMS. „Das Besondere am Cyberbullying ist, dass Betroffene nicht mehr nur am Arbeitsplatz, sondern rund um die Uhr den Tätern ausgeliefert sind“, sagt Thau.

„Psychosoziale Probleme sind inzwischen hauptverantwortlich für Krankenstände und Frühverrentung“, sagt Annemarie Rettenwander. Der wirtschaftliche Schaden für Unternehmen durch Fehlzeiten und nachlassende Produktivität der Mitarbeiter sei enorm. Zudem sei es unerlässlich, auch Führungskräfte so zu schulen, dass sie ihre Aufgaben professionell und verantwortungsvoll wahrnehmen, damit gröbere Konflikte oder Mobbing gar nicht erst auftreten. (may)

Die Seite „Stoppt die Mobber“ ist im Internet zu erreichen unter: www.stopptdiemobber.h-da.de.

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