Schutz vorm Infarkt: Das Herz untersuchen lassen

Vorsicht: Bei einem Herzinfarkt ist Eile geboten. Foto: Archiv

2007 starben in Deutschland 50  000 Menschen an akutem Herzinfarkt. Durch Verkürzung der Wartezeit und Alarmierung des Notarztes – nicht des Hausarztes – ließe sich diese Zahl verringern, wobei auch die Häufigkeit der Herzkranzgefäßerkrankung in den westeuropäischen Ländern abnimmt.

Die Uhr läuft

Bei Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt ist Eile geboten. Geschätzte 30 Prozent der Infarktpatienten erreichen gar nicht erst das Krankenhaus, weil sie vorher an einer Herzrhythmusstörung versterben.

Der Notarzt kann mit einem Defibrillator diese Rhythmusstörung behandeln und den Patienten in ein Herzkatheterlabor bringen, wo er versorgt wird. Bei einem akuten Herzinfarkt läuft die Uhr: Wenn der Patient innerhalb der ersten Stunde nach Symptombeginn im Herzkatheterlabor ist und das betroffene Gefäß wiedereröffnet werden kann, ist die Chance sehr gut, dass der Patient keine oder nur eine kleine Infarktnarbe davonträgt. Man spricht auch von der ersten Stunde als der „goldenen“ Stunde.

Am Elisabeth-Krankenhaus besteht seit 2009 ein Herzkatheterlabor, dessen Team seit April 2011 durch Dr. med. Harm Ohlmeier verstärkt wurde. Hier werden unter anderem Herzkatheteruntersuchungen mit der Frage nach koronarer Herzkrankheit und operationsbedürftigem Vitium durchgeführt. (nh)

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