Umbau abgeschlossen im Seniorenzentrum schwalmwiesen

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Überschaubare Wohngemeinschaften: Im Aufenthaltsraum mit gemütlichen Sitzecken trifft man sich täglich.

Nach zehn Jahren Planungsphase und dreijähriger Bauzeit erstrahlt das Seniorenzentrum Schwalmwiesen in Schwalmstadt-Ziegenhain nun in neuem Glanz. In vier Bauabschnitten wurde aus dem Alten- und Pflegeheim der 1950er-Jahre ein modernes Seniorenzentrum, das die Lebensqualität der Bewohner und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter deutlich verbessert.

Im gesamten Gebäude dominieren warme, helle Farben. Die großzügig gestalteten Zimmer verfügen über moderne Bäder und Terrasse oder Gemeinschaftsbalkon und übersteigen bei weitem die Vorgaben der Heim-Mindestbauverordnung. Die langen dunklen Flure wurden an die Außenseite verlegt und sind nun von Tageslicht durchflutet. Stilvolle Sitzecken laden zum gemütlichen Verweilen ein. Der Hauptgebäudeteil ist in drei Wohnbereiche untergliedert und mit den Namen, entsprechenden Materialien und Bildern dekoriert worden. Jeweils zehn bis 15 Bewohner teilen sich Küche und Aufenthaltsraum.

„Diese Hausgemeinschaften bieten Geborgenheit“, erklärt Heimleiterin Angela King. „Hier können die Bewohner ihre Mahlzeiten einnehmen, gemeinsam kochen und spielen oder einfach die Gesellschaft der Mitbewohner genießen.“ Das Mittagessen wird im DRK Seniorenzentrum Kellerwald in Jesberg zubereitet und nach Ziegenhain geliefert.

Im neu entstandenen Therapieraum hilft eine Tageslichtdecke depressiven und demenziell erkrankten Menschen über die dunkle Jahreszeit hinweg. Von außen erstrahlt das Gebäude in hellen, freundlichen Farben. Der neu angelegte Sinnesgarten ist ein Treffpunkt, in dem man spazieren gehen und die Düfte der Kräuter, Pflanzen und Blumen genießen kann.

85 Pflegeplätze

Insgesamt stehen 85 Pflegeplätze zur Verfügung. Es gibt 71 Einzel- und sieben Doppelzimmer. „Durch den Umbau können nun auch demenziell Erkrankte in die Wohnbereiche integriert und mit einer speziellen Tagesbetreuung versorgt werden“, betont Manfred Lau, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Schwalm-Eder. Die Investition von über 6,6 Millionen Euro habe sich gelohnt, denn es sei ein modernes Heim entstanden mit familiärer Atmosphäre und viel pflegerischem Fachwissen.

Allein 2,2 Millionen Euro flossen in energetische Umbauten. Alle Fenster und die komplette Verglasung wurden ausgetauscht, Außenwände und Decken wärmegedämmt. Mit einem kleinen hauseigenen Blockheizkraftwerk sollen 60 Prozent der Energiekosten eingespart werden, was unter dem Strich den Pflegesätzen zugute kommen wird.

Doch nicht nur die baulichen Veränderungen machen das Leben im Seniorenzentrum angenehm, auch die Angebote der Sozialen Betreuung sorgen dafür, dass die Senioren sich dort wohl fühlen. Neben Einzel- und Gruppenergotherapie finden Musikveranstaltungen, Buchcafé und Vorlesenachmittage, Besuche der Landfrauen mit Programm, Vorträge, Ausflüge, Besuche von Pfarrerin Weidemeyer und wöchentliche Andachten statt, die für die Bewohner Abwechslung bieten.

DRK Kreisgeschäftsführer Manfred Lau blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich bin mir sicher, dass unser Haus durch die Baumaßnahmen und die therapeutischen Möglichkeiten seinen Spitzenplatz in der Schwalm behaupten wird und den Senioren ein echtes Zuhause bieten kann.“ (yim)

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