Schwerhörigkeit: Motorradfahrer sind gefährdet

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Unter einem Motorradhelm kann es laut werden - so laut, dass der Fahrer schwerhörig wird. Schon bei normalen Geschwindigkeiten übersteigt der Lärm unter dem Kopfschutz die Grenzen des Gesunden und kann Hörstörungen Vorschub leisten.

Das schreiben britische Forscher im Fachmagazin "Journal oft the Acoustical Society of America". Den größten Krach verursache dabei nicht der röhrende Motor, sondern Luftverwirbelungen am Helm.

Im Windkanal haben die Wissenschaftler verschiedene Geschwindigkeiten simuliert und dabei das Strömungsgeräusch am und unter dem Helm gemessen. Es zeigte sich, dass der gravierendste Lärm durch den Wind im Kinnbereich des Helms entsteht. Von dort werde der Schall vermutlich per Knochenleitung direkt ins Innenohr des Fahrers weitergeleitet, schreiben die Forscher. Ohrenschützer könnten die Hörschaden deshalb nicht verhindern. Ein anderes Helmdesign könne dagegen Abhilfe schaffen.

Gehörprobleme sind unter Motorradfahrern nicht selten. Wie das "Deutsche Ärzteblatt" berichtet, sind etwa sechs Prozent der Fahrlehrer schwerhörig, bei Rennfahrern haben sogar 40 Prozent einen Hörschaden. (nh)

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