Screening kann Sterblichkeit bei Hautkrebs senken

Lübeck - Seit 2008 gibt es ein Screening für gesetzlich Krankenversicherte. Das kann die Sterblichkeitsrate bei Hautkrebs deutlich nach unten drücken.

Ein Modellprojekt in Schleswig-Holstein war Grundlage der Untersuchung eines deutsch-amerikanischen Wissenschaftlerteams. Daran hatten 2003/04 mehr als 360.000 Menschen teilgenommen.

Die Forscher um Alexander Katalinic von der Universität Lübeck und Eckhard Breitbart vom Dermatologisches Zentrum Buxtehude verglichen die zeitliche Entwicklung der Hautkrebssterblichkeit (Melanom) in Schleswig- Holstein mit der in den direkt angrenzenden Ländern und dem übrigen Deutschland.

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Während dort insgesamt nur eine gleichbleibende Tendenz der Melanom-Sterblichkeit festgestellt werden konnte, kam es in dem nördlichen Bundesland zu einem kontinuierlichen Rückgang. „Mit der Durchführung des Modellprojekts zum Hautkrebs-Screenings hat sich die Sterblichkeit am Melanom in Schleswig-Holstein halbiert“, erklärte Katalinic.

In einem zweiten Schritt wurden mögliche Gründe für diesen Unterschied untersucht. „Einziger Faktor, der Schleswig-Holstein von den angrenzenden Regionen unterschied, war das Hautkrebs-Screening“, sagte Breitbart. „Damit konnte weltweit erstmals gezeigt werden, dass ein Hautkrebs-Screening die Sterblichkeit des malignen Melanoms nachhaltig senken kann.“

Seit 2008 besteht in Deutschland ab dem 35. Lebensjahr für gesetzlich Krankenversicherte alle zwei Jahre Anspruch auf eine Ganzkörperuntersuchung.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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