Senioren sollen in Hessen mehr Gewicht erhalten

In Hessen soll durch eine Verstärkung und Weiterentwicklung der Seniorenpolitik dem wachsenden gesellschaftlichen Stellenwert der älteren Generation Rechnung getragen werden.

„In Konzepten und Maßnahmen müssen die sich verändernden Lebensbedingungen der Senioren besser berücksichtigt werden“, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, heute beim Kreisverbandstag des VDK Wiesbaden.

Veränderte Sicht auf Senioren

„Wir brauchen eine neue Sicht des Alters, die die Potenziale und Ressourcen der älteren Menschen wahrnimmt und betont, ohne dabei die Verletzlichkeit und Angewiesenheit auf andere auszublenden.“

Die älteren Menschen sollten in Hessen mehr Gewicht in Arbeitsleben und Gesellschaft erhalten und beides verstärkt mitgestalten. „Dank des medizinischen Fortschritts bleiben die Menschen immer länger geistig und körperlich fit. Diese wachsende Gruppe der jung gebliebenen Älteren darf weder beruflich aufs Abstellgleis geschoben, noch von den gesellschaftlichen Prozessen ausgeschlossen werden“, forderte die Staatssekretärin.

Wertvolle Kompetenzen der Älteren einbinden

Die Erfahrung älterer Menschen müsse stärker als bisher genutzt werden. „Wir müssen die Sensibilität für die Kompetenzen älterer Menschen wecken und ihre soziale Eingliederung ermöglichen, damit sie solange wie möglich die Gemeinschaft aktiv mitgestalten können.

Ältere Menschen verfügen über wertvolle Potenziale und Erfahrung, für die sie Respekt verdienen. Sie sind Experten fürs Leben, ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft. Wir können und wollen auf diese Erfahrungen und Fähigkeiten nicht verzichten.“

Aktivierende Strukturen bedeuteten aber auch, die Potenziale älterer Menschen zu stärken, damit sie trotz beginnender körperlicher Einschränkungen und Erkrankungen möglichst lange in ihrer Häuslichkeit und sozialem Umfeld leben können.

Es gelte, die Senioren in der Selbständigkeit ihrer Lebensführung zu unterstützen. „Ältere Menschen brauchen adäquat gestalteten Wohnraum sowie den Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten und dauerhaft tragfähigen Alltagshilfen, damit sie in der angestammten Umgebung bleiben und die gewachsenen sozialen Kontakte erhalten können“, so Petra Müller-Klepper.

Das Leben der Senioren ist ein Schwerpunkt für Politik

Darüber hinaus schaffe die Politik die Infrastruktur für eine menschenwürdige Betreuung bei Pflegebedürftigkeit. Für die Hessische Landesregierung seien die Lebensbedingungen der Senioren kein Randthema, sondern ein Schwerpunkt. „Der gesellschaftliche, kulturelle und politische Umgang mit Fragen des Alters ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit, die nur im Dialog und in der Solidarität der Generationen bewältigt werden kann.

Dies erfordert verstärkte Aufmerksamkeit und Initiative“, erklärte Petra Müller-Klepper. Der demografische Wandel dürfe nicht als Bedrohung, sondern als Chance für das Zusammenleben und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft gesehen werden. (Hessisches Sozialministerium)

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