Serie AWO-Pflegeberatung: Pflegekasse beteiligt sich an Kosten für vollstationäre Pflege

Wenn Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist

Gut umsorgt: Wohnen, Essen, Unterstützung bei der Körperpflege und medizinische Betreuung erfolgen im Pflegeheim aus einer Hand.
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Gut umsorgt: Wohnen, Essen, Unterstützung bei der Körperpflege und medizinische Betreuung erfolgen im Pflegeheim aus einer Hand.

Der Wunsch, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden zu wohnen, ist groß. Möglich ist das jedoch nicht immer.

Wenn die Betreuung durch Angehörige und einen ambulanten Pflegedienst nicht mehr ausreicht oder die räumlichen Gegebenheiten keine Pflege ermöglichen, ist der Umzug ins Pflegeheim oft die einzige Option.

Eine Leistung der Pflegeversicherung

„Die stationäre Pflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung“, erklärt Stefan Kundelov, Einrichtungsleiter der AWO-Altenzentren in Bad Zwesten und Niedenstein. Voraussetzung dafür sei, dass der Pflegebedürftige den Pflegegrad 2 bis 5 von der Pflegekasse zuerkannt bekommen hat. Der Antrag auf eine stationäre Unterbringung müsse ebenfalls bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden.

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Je nach Pflegegrad zahlt die Pflegeversicherung einen monatlichen Zuschuss zu den Pflege- und Betreuungskosten. Dieser liegt zwischen 770 Euro (Pflegegrad 2) und 2005 Euro (Pflegegrad 5). Abgedeckt sind die Kosten für einen Heimplatz damit allerdings nicht: Die pflegebedürftige Person muss für Unterbringung und Verpflegung selbst aufkommen. Hinzu kommt ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil für die Pflege und Betreuung. Dieser ist für alle Pflegebedürftigen gleich – egal, ob sie Pflegegrad 2 oder Pflegegrad 5 innehaben. Auch Investitionskosten der Einrichtung können auf die Bewohner umgelegt werden.

„Kann eine pflegebedürftige Person die Kosten für eine stationäre Unterbringung nicht tragen, übernimmt das Sozialamt nach Erfüllung aller Voraussetzungen die verbleibenden Kosten“, sagt Stefan Kundelov. Bei geringen finanziellen Mitteln sollte daher frühzeitig ein entsprechender Antrag beim Sozialhilfeträger gestellt werden, denn eine rückwirkende Erstattung ist erst ab dem Datum der Antragstellung möglich. (pdf)

Weitere Informationen zu verschiedenen Pflege-Themen gibt es bei der kostenlosen AWO-Pflegeberatung unter: T 08 00 / 6 07 01 10 oder awo-pflegeberatung.de

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