Vorsicht ist geboten

Silvesterfeuerwerk: Ärzte warnen vor Knalltrauma und Hörschäden

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Silvester wird ausgelassen gefeiert - doch das kann für die Ohren schmerzlich enden.

Silvester geht es oft heiß her - und am nächsten Tag droht der Kater. Doch auch die Ohren können durch Feuerwerk in Mitleidenschaft gezogen werden.

Der Jahreswechsel steht vor der Tür und damit auch Feuerwerksliebhaber in ihren Startlöchern. Denn für viele Menschen gehört ein ordentliches Feuerwerk an Silvester einfach dazu. Doch Vorsicht: Dieses Vergnügen kann zu ernsthaften Schäden führen.

Knalltrauma, Hörverlust, Tinnitus

Laut der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie erleiden rund 8.000 Menschen in Deutschland eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper, wie es in der Ärztezeitung heißt. Und die Folgen sind gravierend: Tinnitus und Schwerhörigkeit können ein Leben lang anhalten.

An diesen Symptomen merken Sie, dass Sie möglicherweise unter einem Knalltrauma leiden:

  • Tinnitus, also ein hohes Pfeifen im Ohr, das nicht mehr aufhört
  • Schwerhörigkeit, besonders bei hohen Tönen
  • Stechende Schmerzen im Ohr
  • Ohrgeräusche, wie Rauschen oder Pulsieren
  • Schwindel
  • Gefühl, als sei das Ohr verstopft
  • Taubheitsgefühl

"Es sind leider besonders oft Kinder und Jugendliche von Knalltraumen durch Silvesterknaller betroffen", sagt Michael Bergmann, Geschäftsführer der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. gegenüber dem Portal Reha24. "Dabei werden männliche Personen dreimal so oft verletzt wie weibliche. Die Gründe liegen zum einen darin, dass das Experimentieren mit Knallern gerade auf Jungs eine besonders große Faszination ausübt. Zum anderen spielen natürlich eine gewisse Unerfahrenheit in jungen Jahren und nicht zuletzt auch die Unwissenheit vieler Erziehungsberechtigter darüber, mit welchen Gefahren dieses Vergnügen verbunden sein kann, eine große Rolle."

Risiko eindämmen

Das Risiko, an einem Hörschaden zu leiden, kann durch einen Ohrenschutz verringert werden, wie es von Expertenseite heißt. Das können Ohrenstöpsel wie etwa Oropax sein. Besonders aber empfehlen sich Ohrenschützer oder Kopfhörer, die Geräusche abwehren und möglichst das ganze Ohr abdecken. Platzieren Sie sich zudem möglichst weit von dem Ort weg, an dem der Silvesterknaller explodiert. Empfohlen werden hierbei etwa zehn Meter bis 14 Meter.

Lesen Sie hier: Sind In-Ear-Kopfhörer wirklich so gut wie ihr Ruf?

Bei anhaltenden Symptomen sofort Arzt aufsuchen

Halten die Symptome wie Pfeifen, Summen, Rauschen, Schwindel, Taubheit oder Ohrenschmerzen an, dann sollten Sie so schnell es geht einen Arzt aufsuchen, wie die Deutsche Gesellschaft für HNO-Heilkunde empfiehlt. Wer zu lange wartet, muss mit Langzeitschäden des Gehörs rechnen.

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sca

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