Verblüffende Studie

Sitzen erhöht doch nicht das Sterberisiko

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Bis zu acht Stunden sitzen Angestellte pro Tag.

Wer länger sitzt, ist früher tot - so lautete bislang die Meinung der Wissenschaft. Eine aktuelle Studie kommt zu einem anderem Ergebnis. Langes Sitzen ist nach Ansicht der Forscher kein Gesundheitsrisiko.  

Die Zeit, die jemand im Sitzen verbringt, hat keinen Einfluss auf die Lebenserwartung, so lautet das Ergebnis einer neuen Studie der University of Exeter und des University College London.

Im Rahmen der Studie, die im Fachmagazin Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, wurden Daten von 5.000 Teilnehmern über 16 Jahre lang ausgewertet.

Grundlage für die aktuelle wissenschaftliche Untersuchung waren fünf Zeit-Angaben der Teilnehmer zu ihrem täglichen Sitzverhalten: die gesamte Zeit im Sitzen, das Sitzen während der Arbeit, das Sitzen in der Freizeit, das Sitzen vor dem Fernseher, das tägliche Zufußgeh-Pensum sowie sportliche Aktivitäten. Auch Alter, Geschlecht, Status, Gesundheitszustand, Rauchen, Alkoholkonsum und Ernährung wurden berücksichtigt.

Das verblüffende Ergebnis: Die Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen Dauersitzen und einer erhöhten Sterblichkeit feststellen. 

Demnach ist die Zeit, die Menschen im Sitzen verbringen, zwar messbar, aber laut Ansicht der Forscher kein Kriterium für ein Gesundheitsrisiko. Vielmehr solle sich der Blick auf eine fehlende Bewegung richten. Denn die Daten für die Studie wurden in London erhoben. In der Hauptstadt Großbritanniens seien die Bewohner auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Auf dem Weg in die Arbeit nutzen Pendler Bus oder Bahn, aber sie gehen überdurchschnittlich viel zu Fuß, räumen die Wissenschaftler ein. Ob diese tägliche Aktivität das Dauersitzen ausgleicht, müssten weitere Studien zeigen. 

Po oder Hüfte? Das sind die größten Problemzonen

So schön der Sommer und die Aussicht auf Tage am Strand auch sind - für viele Frauen und Männer bedeutet die Bikini- und Badehosen-Saison vor allem ein besonders kritischer Blick auf den eigenen Körper. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von Bi-Oil unter 1.100 Befragten enthüllt die sieben größten Problemzonen der Deutschen im Sommer 2014. © picture alliance / dpa
Männer Arme
Problemzone Nr. 7: Auf dem letzten Platz landen die Arme. Nur 7,4 Prozent der deutschen Männer und Frauen zeigen diese am Strand ungern. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist gering. © dpa
Pigmentflecken
Problemzone Nr. 6: An ihren Pigmentflecken stören sich 12,8 Prozent aller Deutschen. Hier sind besonders die Herren empfindlich: 13,4 Prozent empfinden es als peinlich, wenn andere Menschen die Flecken auf ihrer Haut bemerken. Die Damen sind hier mit 12,3 Prozent etwas weniger eitel. © dpa
Hüftgold
Problemzone Nr. 5: Die Hüfte. Auch hier gibt es eine unterschiedliche Wahrnehmung bei den Geschlechtern: 22,7 Prozent der Frauen, aber nur 8,1 Prozent der Männer schämen sich für diese Körperpartie. Insgesamt haben 15,5 Prozent kein gutes Körpergefühl, wenn es um ihre Hüfte geht. © dpa
Po
Problemzone Nr. 4: 21,2 Prozent der deutschen Damen und Herren halten ihren Po für ihre größte Problemzone. Jede dritte Frau in Deutschland (29,5 Prozent) gab an, sich am Strand dafür zu schämen. Bei den Männern versuchen nur 12,7 Prozent, ihr Gesäß nicht den Blicken anderer auszusetzen. © dpa
Beine
Problemzone Nr. 3: Anders sieht es bei den Beinen aus. 32,6 Prozent der Damen zeigen ihre Beine nur ungern, bei den Männern hat dabei nur jeder Zehnte (10,6 Prozent) ein ungutes Gefühl. Insgesamt verstecken 21,7 Prozent der Deutschen ihre Beine am Strand. © dpa
Narben
Problemzone Nr. 2: Auf Platz zwei der Problemzonen landen die Narben auf der Haut. Fast jedem dritten Deutschen (27,1 Prozent) ist es unangenehm, wenn fremde Menschen ihre Narben am Strand sehen können. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist gering. © dpa
Bauch
Problemzone Nr. 1: Der Bauch. 55 Prozent aller Deutschen finden, dass ihre Körpermitte unvorteilhaft aussieht. Dabei zeigen 65,6 Prozent der Frauen und 44,2 Prozent der Männer diese Partie anderen nur ungern am Strand. © dpa

ml

 

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