Skilanglauf durch leichte Rumpfvorneigung sehr gut geeignet

Wirbelkanalstenose: Auf die Ski!

Wer an einer Enge im Wirbelkanal, der sogenannten Spinalkanalstenose, leidet, überlegt sich meist genau, welche Bewegungen wirklich notwendig sind. Nerven im Rückenmark geraten bei der Erkrankung derart unter Druck, das Rücken- und Beinschmerzen sowie Gehbeeinträchtigung den Alltag bestimmen. Wenn im Winter noch glatte Straßen und nasskaltes Wetter hinzukommen bewegen sich Betroffene meist noch weniger.

Die Schonung führt aber oftmals zu einer Verschlimmerung der Beschwerden, da Muskeln durch ungenügende Bewegung an Kraft einbüßen und dies die Stabilität weiter vermindert. Deshalb sollten Betroffene sich möglichst oft bewegen.

Im Winter ist Skilanglauf die ideale Sportart, um der Spinalkanalstenose entgegenzuwirken. „Durch die richtige Bewegung wird der Druck auf die Nervenwurzeln weniger und die Patienten für den Moment schmerzfrei“, erklärt Dr. Bernd Illerhaus, Wirbelsäulenchirurg und Facharzt für Neurochirurgie. „Besonders positiv sind Bewegungsabläufe, die mit einer leichten Rumpfvorneigung verbunden sind. Diese weiten den Wirbelkanal und entlasten somit durch die Erkrankung eingeengte Nerven.“

Ideal für die kalten Wintermonate ist dabei Skilanglauf: So trainieren Betroffene Rücken- und Bauchmuskeln, die die Wirbelsäule wie ein körpereigenes Korsett stützen. Zudem stellt Sport die Beweglichkeit und Stabilität im Rücken wieder her. „Die leicht vornübergebeugte Haltung beim Skilanglauf ermöglicht es Betroffenen sich auch länger ohne Schmerzen zu bewegen als es beim Spazierengehen beispielsweise der Fall wäre.“

Darüber hinaus ist Skilanglauf eine ideale Ausdauersportart, die bei zu viel Körpergewicht gut beim Abnehmen hilft. Denn jedes einzelne Kilo weniger entlastet die Wirbelgelenke. Betroffene, die jedoch bereits bei einer Gehstrecke von weniger als fünfzig bis hundert Metern unerträgliche Schmerzen haben, sollten sich hingegen nicht auf die Ski quälen. „Bei solch starken Beschwerden sollte operiert werden“, erklärt Dr. Illerhaus. „Bei einer Operation werden Verengungen im Wirbelkanal chirurgisch entfernt und anschließend die Wirbelsäule mit einem dynamischen TOPS-Implantat  stabilisiert.“ Diese flexible Wirbelsäulenstabilisierung sorgt dafür, dass der Patient nach der Operation in alle Richtungen beweglich und dauerhaft schmerzfrei bleibt. (nh)

Weitere Infos unter www.besseralswirbelfusion.de

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