Angst vor Menschen

So erkennt man eine soziale Phobie

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Wer an einer sozialen Phobie leidet, empfindet großes Unbehagen in der Gegenwart anderer Menschen. Foto: Daniel Bockwoldt

Nicht gern unter Leuten? Verspürt man in Gesellschaft anderer Menschen großes Unbehagen, könnte das eine soziale Phobie sein. Eine Verhaltenstherapie hilft, mit den Ängsten umzugehen.

Allein zu Hause schmeckt das Essen hervorragend, zu Gast bei Freunden kriegt man keinen Bissen herunter. Stattdessen wird der Mund trocken, der Schweiß rinnt den Rücken herunter, und das Herz rast. Wer solche Situationen gut kennt, könnte eine soziale Phobie haben.

Davon Betroffene tun etwas allein zwar ohne Probleme, verspüren bei derselben Tätigkeit in Gesellschaft aber große Angst, erklärt der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP).

Menschen mit sozialer Phobie fürchten, negativ aufzufallen, etwas falsch zu machen oder dass andere sich über sie lustig machen könnten. Ihnen sei zwar häufig bewusst, dass die Angst unbegründet ist, erklären die Psychiater. Die Phobie sei aber so stark, dass Betroffene sie nicht unterdrücken können.

Eine Verhaltenstherapie hilft, die Angst in Schach zu halten. Häufig verschwindet sie irgendwann. Laut BVDP haben rund sieben Prozent der Deutschen eine soziale Angststörung. Häufig leben sie zurückgezogen und vermeiden es, unter Leute zu gehen.

Fünf Prozent aller Männer und Frauen leiden einmal in ihrem Leben unter einem Anfall von unerklärlicher Angst, wie Merkur.de berichtet. 

Bei einer RTL-Show erregte eine Kandidatin mit ihren Ängsten und Zwangsstörungen Aufsehen. Doch das Dschungelcamp 2017 sei für Hanka Rackwitz die optimale Therapie, behauptet der Münchner Psychiater Dr. Oliver Seemann bei tz. de.

dpa/tmn

Angst vor neugierigen Enten! Die kuriosesten Phobien

Phobien Angst und Psychosen
Anatidaephobie: Unter dieser Phobie leiden Menschen, die sich von Enten beobachtet fühlen. © dpa
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Geniophobie: Für Menschen mit dieser Angststörung wäre Udo Lindenberg oder jemand Anderes mit markantem Kinn wahrscheinlich der reinste Horror. Geniophobie ist also die Angst vor einem Kinn. Klingt unglaublich, gibt es aber wirklich. © dpa
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Anophelophobie: Die schönste Sache der Welt kann hier ziemlich kompliziert werden. Anophelophobie ist die Angst, die Frau beim Sex zu verletzten. Unter Umständen kann diese Phobie das Liebesleben komplett zerstören, da alle Berührungen durchdacht werden und man sich nicht mehr gehen lassen kann. Übrigens gibt es auch Angst vor Jungfrauen (Parthenophobie). © dpa
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Amychophobie: Wenn man unter dieser Phobie leidet, kann ein Mückenstich schon mal zur Qual werden. Denn die Betroffenen haben extreme Furcht sich zu kratzen oder gekratzt zu werden. © dpa
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Laevophobie: Die Betroffenen haben vor allem Angst, was sich auf der linken Seite befindet. © dpa
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Clinophobie: Meistens haben Kinder in einer bestimmten Entwicklungsphase Angst, ins Bett zu gehen. Es könnte ja ein unheimlicher Schatten auftauchen, oder etwas unter dem Bett sein. Aber auch Erwachsene haben dieses Problem. Das Zubettgehen wird bei den Betroffenen solange wie möglich hinausgezögert. Gute Nacht hat für sie eine ganz andere Bedeutung. © dpa
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Nomatophobie: Die Betroffenen wirken wahrscheinlich oft unhöflich wenn sie sagen: "Hey du, du da" Denn sie haben Angst vor Namen und wollen sie weder aussprechen noch daran denken. © dpa
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Urophobie: Eine übersteigerte Angst vor Urin und selbst zu urinieren. Der tägliche Gang auf die Toilette wird hier zur Qual. Noch schlimmer ist es für viele Betroffene, wenn sie außer Haus sind. Denn der Ekel vor Orten, an denen viele Menschen ihr Geschäft erledigen, ist noch extremer. © dpa
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Anablephobie: "Guck mal, da oben", sollten Sie besser nicht zu Menschen mit dieser Angststörung sagen. Nach oben zu schauen, sich hohe Gebäude oder Dinge auch nur vorzustellen, löst in den Betroffenen Panik aus. © dpa
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Aerophobie: Halt die Luft an! Guter Tipp, aber die ganze Zeit? Menschen mit Aerophobie, fürchten sich davor Luft zu verschlucken, einzuatmen oder noch schlimmer, Gestank zu riechen. © dpa
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Aquaphobie: Wenn wir uns einmal unseren Tagesablauf vor Augen führen, ist das wohl eine der Phobien, die uns am meisten beeinträchtigt: die Angst vor Wasser. Manche haben erst Angst wenn Sie ins Meer gehen sollen, andere schon wenn es nur ums Duschen geht. © dpa
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Ouranophobie: Ein blauweißer Himmel kann Menschen mit dieser Phobie nicht enzücken. Sie haben Angst, es könnte etwas vom Himmel stürzen oder denken, bedrohliche Dinge kommen aus dem Himmel. © dpa
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Chrematophobie: Die meisten Menschen hätten lieber zu viel, als zu wenig, aber Betroffene dieser Phobie fürchten sich vor Geld. In der extremsten Form hat man nicht nur Angst, Geld anzufassen, sondern auch welches zu besitzen. © dp a
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Alliumphobie: Die Angst vor Knoblauch kennt man eigentlich nur von Vampiren. Aber auch Menschen haben regelrecht Furcht oder sogar Panik vor Knoblauch, Zwiebeln oder auch nur deren Geruch. © dpa
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Chronomentrophobie ist die übersteigerte Furcht vor Uhren. © dpa
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Catoptrophobie: Ein Blick in den Spiegel ist für Menschen mit dieser Angststörung mehr als unangenehm. Sie meiden alle spiegelnden Oberflächen. © dpa
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Bibliophobie: Die krankhafte Abneigung gegen Bücher. In einer Bibliothek wird man Betroffene sicher nie antreffen. © dpa
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Genuphobie: Woher diese Angststörung kommt, ist rätselhaft. Aber Furcht vor dem Knie oder dem Niederknien haben einige Menschen tatsächlich.  © dpa
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Anthophobie: Blumen zum Valentinstag, nein danke! Menschen mit dieser geldPhobie haben eine außergewöhnliche Abneigung gegen Blumen oder fürchten sich sogar vor ihnen. © dpa
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Leukophobie: Ein Traum in weiß, beispielsweise ein Hochzeitskleid, wird für Betroffene dieser Phobie zum Albtraum. Sie haben Angst vor allen Dingen, die weiß sind. © dpa
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Geliophobie: Lachen ist gesund, aber für Betroffene dieser Phobie nicht erfreulich. Denn sie haben Angst zu lachen oder von anderen ausgelacht zu werden. © picture alliance / dpa
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Koumpounophobie: Menschen, die mit dieser Angst zu kämpfen haben, ekeln sich vor Knöpfen. Sie tragen keine Jeanshosen, stattdessen Röcke oder Hosen mit Gummizug. Bettbezüge mit Knöpfen an den Enden finden die Phobiker widerlich. © dpa
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Arachnophobie: Keine außergewöhnliche Phobie, aber doch eigentlich ziemlich unlogisch, oder? Denn, wenn es sicht nicht gerade um ein giftiges Exemplar handelt, besteht eigentlich kein Grund, sich vor diesen kleinen Achtbeinern zu fürchten. © dpa

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