Sommersprossen sind ungefährlich

Schauspielerin Andrea Sawatzki hat sie, Tennis-Altstar Boris Becker hat sie und der britische Prinz Harry ebenfalls: Sommersprossen sind längst kein Makel mehr, sondern gehören bei vielen Menschen einfach zum Teint. Doch woher kommen die  braunen kleinen Pünktchen auf unserer Haut eigentlich?

Während Sommersprossen früher als hässliche Erscheinung galten und vielfach überpudert oder mit schädlicher Bleichcreme bekämpft wurden, weiß man inzwischen, dass sie auf einem Gendefekt beruhen, der vererbt wird.

Denn in den Hautzellen dieser Menschen ist das Pigment Melanin, das unter UV-Strahlung produziert wird und für Bräune, also den natürlichen Sonnenschutz, sorgt, nicht gleichmäßig verteilt. Stattdessen sammelt es sich verstärkt an einer Stelle und sorgt so für die braunen kleinen Punkte auf der Haut.

Die Folge: Während Menschen mit dunklerem Hauttyp in der Sonne bräunen, explodieren bei vielen Menschen mit hellerem Teint die Sommersprossen regelrecht und die Haut dazwischen bleibt hell. Sommersprossen gelten deshalb auch als Indikator für sonnenempfindliche Haut. Obwohl Sommersprossen medizinisch erwiesen als ungefährlich gelten und durchaus niedlich und sympathisch wirken, gibt es immer wieder Menschen, die sie loshaben wollen.

In solchen Fällen sollte man entweder die Sonne meiden oder sich einer Laserbehandlung unterziehen. Natürliche Bleichmittel wie Gurke und Zitronensaft oder Peelings sind nicht wirklich Erfolg versprechend. Sommersprossen haben sich jedoch längst zum Schönheitsideal gewandelt. Selbst Topmodels wie Nadja Auermann und Gisele Bündchen verleihen Sommersprossen das gewisse Etwas. Es war daher nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Kosmetikhersteller einen Sommersprossenstift auf den Markt gebracht hat. Das ist ganz im Sinne einer irischen Volksweisheit, die charmant behauptet: Ein Mädchen ohne Sommersprossen ist wie ein Himmel ohne Sterne. (nh)

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