Spitzenmedizin im Klinikum Werra-Meißner

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Von links: Klaus Herwig, Bernd Buchenau (beide AOK Hessen), Chefarzt Dr. med. Frank Wagner, Stefan Fischer (AOK Hessen), Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Korenkov, Christoph R. Maier und Dr. med. Andreas Eckmann (beide Geschäftsführung Klinikum Werra-Meißner)

Vertreter der Gesundheitskasse AOK Hessen bescheinigten dem Klinikum Werra-Meißner die Erreichung der bestmöglichen Resultate bei Operationen von hüftgelenknahen Oberschenkelbrüchen und Gallenblasenoperationen. Die herausragenden Ergebnisse werden im AOK-Krankenhausnavigator veröffentlicht.

 Die AOK Hessen bietet Krankenhauspatienten seit Sommer 2010 eine bundesweit einzigartige Orientierungshilfe im Internet an. Menschen, die wegen eines hüftgelenknahen Oberschenkelbruches oder wegen Gallenblasensteinen und einer Gallenblasenentzündung operiert werden müssen, erhalten im AOK-Krankenhausnavigator auf Basis der Weißen Liste aussagekräftige Informationen über die tatsächlichen Behandlungsergebnisse von Kliniken. Seither können alle Interessierten – auch Nicht-AOK-Versicherte – sich kostenlos darüber informieren, wo Ärzte besonders gute Arbeit leisten. Das Klinikum Werra-Meißner gehört danach bei Operationen von hüftgelenknahen Oberschenkelbrüchen und Gallenblasenoperationen zu den Besten in ganz Hessen.

„Wir freuen uns außerordentlich über dieses sehr gute Ergebnis. Es bestätigt unsere Bemühungen um eine sehr gute medizinische Versorgung für die Bevölkerung im Werra-Meißner-Kreis und darüber hinaus.“, sagen die Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Vetter und Christoph R. Maier anlässlich der Übergabe der positiven Studienergebnisse durch eine AOK-Delegation. „Zu verdanken ist dieses Ergebnis in erster Linie den ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums Werra-Meißner, die sich täglich für das Wohl und die Genesung unserer Patienten engagieren.“, erklären sie weiter.

Besondere Bedeutung haben die Ergebnisse auch deshalb, weil sie auf einer breiten Datengrundlage beruhen. Die AOK Hessen versichert rund 40% aller Krankenhauspatienten im Landesdurchschnitt. Insofern sind die Daten mehr als aussagekräftig. Die große Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Krankenhauses unterstrich bei dieser Gelegenheit Stefan Fischer von der AOK Hessen: „Mündige Patienten brauchen für ihre Entscheidung fundierte Informationen. Die liefern wir ihm mit dem Krankenhausnavigator – schnell, übersichtlich und umfassend.“

Informationen zu den Abrechnungsdaten als Grundlage

Grundlage des Krankenhausnavigators sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (QSR = Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an die Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen. Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Vorteil: Die Daten sind objektiv. Die QSR-Analysen werden dabei kontinuierlich weiterentwickelt.

Langfristige Betrachtung

Ein großes Plus des AOK-Krankenhausnavigators ist dessen Langfristigkeit. „Gängige Qualitätsberichte erfassen nur den Zeitraum des stationären Aufenthalts. Mithilfe der QSR-Daten können wir die Patienten weiter verfolgen, auch lange nach der Entlassung. Wenn also jemand etwa wegen einer infizierten OP-Narbe in ein anderes Krankenhaus eingewiesen wird, fließt das in den Navigator ein“, so Stefan Fischer. Damit hätten die Patienten jetzt ganz neue Möglichkeiten, wenn es um die Beurteilung der Versorgungsqualität geht. (nh)

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