Tipps und Tricks

Ständig Migräne? So beugen Sie den Attacken endlich vor

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Wer öfters Migräne hat, sollte als ersten Schritt versuchen, an seiner Lebensweise etwas zu ändern.

Leiden Sie auch an Migräne-Attacken? Ob Wetter, zu viel Alkohol oder Stress – es gibt viele Faktoren, die sie auslösen. Doch mit diesen Tipps bleiben Sie ruhig.

Bohrende oder nagende Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, schlechte Laune und das Gefühl, als ob der Kopf in einem Schraubstock stecke: So oder so ähnlich beschreiben Migräne-Patienten ihr Leiden.

Manche kämpfen mit den starken Kopfschmerzen bereits ihr Leben lang – andere wiederum nur in oder nach bestimmten Situationen. Der genauen Grund, warum manche davon betroffen sind, ist noch nicht geklärt. Doch Ärzte gehen davon aus, dass mehrere Faktoren in die Erkrankung hineinspielen.

Migräne-Attacken: Das sind mögliche Auslöser

Einerseits kann es sein, dass sie genetisch bedingt ist und in der Familie liegt. So sollen Migränefälle dort besonders häufig anzutreffen sein beziehungsweise das Risiko, selbst daran zu erkranken, erhöht sein.

Andererseits können zu den angeblichen Ursachen auch Umstände wie Stress, Schlaf- oder Flüssigkeitsmangel, hormonelle Schwankungen (Menstruation bei Frauen) sowie auch Wetterlagen zählen.

Tipp: Ratsam wäre es, die eigenen Trigger beziehungsweise Situationen herauszufinden, die die Migräne-Anfälle auslösen oder begünstigen. Dazu sollten Sie eine Art Migräne-Tagebuch führen und ihren Körper beobachten lernen.

Allerdings ist es auch wichtig, sich darüber zu informieren, wie der chronische Kopfschmerz überhaupt entsteht. So haben Experten herausgefunden, dass das Gehirn von Betroffenen viel sensibler auf Reize reagiert wie das von anderen

Das geschieht bei einer Migräne-Attacke wirklich

Es sollen dort viele Vorgänge gleichzeitig ablaufen – während eines Anfalls sind daher gewisse Botenstoffe im Gehirn besonders aktiv. Die Folge: Rezeptoren in der Gehirnhaut reagieren bei so viel Überaktivität mit Schmerzen. Das Gehirn hat diese dagegen nicht.

Vielen Migräne-Patienten wird laut Focus Online empfohlen, die Auslöser für ihr Leiden zu vermeiden. Das geht allerdings nur bei ein paar Faktoren wie zum Beispiel Stress oder Schlafmangel. Statt also Schlaftabletten zu nehmen, ist es ratsamer, ausreichend und mindestens sieben bis acht Stunden pro Nacht zu schlafen.

Tipps, um Migräne-Attacken zu vermeiden

Hierbei sollten Sie darauf achten, digitale Geräte nicht ins Bett mitzunehmen. Die blaue Strahlung der Bildschirme soll nämlich anregend wirken – und zu (Ein-)Schlafstörungen führen. Zudem ist darauf zu achten, stets in einem abgedunkelten Raum zu schlafen. Nur ein wenig Lichteinfall kann den Schlaf unruhig gestalten und sie fühlen sich nicht wirklich erholt am nächsten Morgen.

Mittlerweile gibt es auf dem Markt diverse Schlaf-Apps, die die nächtliche Ruhe optimieren sollen. Sie messen die einzelnen Schlafphasen und wecken Sie morgens so sanft wie möglich aus dem Schlaf. Und auch während des Tages sollten Sie  immer wieder versuchen, sich eine Pause vom stressigen Arbeitsalltag zu gönnen.

So verhilft zum Beispiel ein Spaziergang an der frischen Luft in der Mittagspause zur Entspannung, aber auch um Kraft zu tanken. Jegliche Art von Sport ist ideal, um Stress abzubauen.

Wer abends noch vom Tag aufgewühlt ist, dem empfiehlt es sich, einen Meditationskurs zu besuchen oder ebenfalls eine App zu nutzen. Diese sind oft kostenlos und bieten auch entspannende Klänge an, um besser einschlafen zu können.

Außerdem ist es wichtig, stets genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Daher raten Ärzte dazu, täglich eineinhalb bis zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Wer das allerdings im stressigen Arbeitsalltag ständig vergisst, sollte daher immer eine Wasserflasche bei sich tragen.

Entspannung: Methoden im Kampf gegen Migräne

Dagegen sind hormonelle oder wettertechnische Umschwünge nicht zu vermeiden. Hier sollten Sie einfach für wenig Stress und viel Entspannung sorgen. Wenn Ihre Kopfschmerzen immer so stark werden, dass Sie es kaum aushalten, können auch Medikamente helfen. Meist zeigt sich schwere Migräne durch Sehstörungen oder Lichtblitze.

Tipp: Wenn Sie diese bemerken, sollten Sie sich am besten in einen abgedunkelten Raum zurückziehen und einen kühlen Umschlag auf die Stirn legen. Am besten Sie legen sich hin und nehmen sofort ein Medikament gegen Übelkeit ein.

Während des Anfalls ist es nämlich meist schon zu spät – und Schmerzmittel wirken nicht mehr richtig. Der Grund dafür: Der Botenstoff Dopamin legt den Verdauungstrakt lahm. Schmerzmittel werden dann nicht mehr so gut aufgenommen.

Lesen Sie hier, mit welcher Diät Sie zusätzlich Kopfschmerzen vorbeugen.

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jp

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