Stirbt man, wenn der rote Streifen am Herz ist?

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Wer einen roten Strich auf der Haut entdeckt, sollte sich vom Arzt Antibiotika verschreiben lassen. Foto: Lukas Schulze

Eine Blutvergiftung kann schnell lebensgefährlich werden. Als Symptom gilt häufig ein roter Strich auf der Haut. Erreicht dieser das Herz, stirbt man - heißt es. Doch der Strich ist gar kein Anzeichen für die sogenannte Sepsis. Allerdings auch kein gutes Zeichen.

Bremen (dpa/tmn) - Ein roter Strich auf der Haut, der sich langsam Richtung Herz bewegt, verursacht Panik. Denn viele glauben, wenn der Strich das Herz erreicht hat, müssen sie sterben. "Das stimmt nicht ganz", erklärt Hans-Michael Mühlenfeld, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Bremen.

Der Strich ist nicht das Symptom einer Blutvergiftung, sondern einer Entzündung der Lymphbahnen. Bakterien oder Keime sind in den Körper eingedrungen und bahnen sich nun über die Lymphbahnen den Weg durch den Körper. "Der rote Streifen kommt durch die vermehrte Durchblutung. Der Körper versucht, die Entzündung zu bekämpfen."

Je länger der Strich wird, desto weiter schreitet die Entzündung voran. Die Lymphbahnen führen zum Herz - schafft es der Strich bis dorthin, ist das ein schlechtes Zeichen. "Es ist der Abflussweg der Lymphbahnen, die Bakterien werden dann über die Venen im ganzen Körper verteilt", sagt Mühlenfeld. Die Entzündung breitet sich aus, es kann zu einer Blutvergiftung kommen.

Soweit sollten es Betroffene erst gar nicht kommen lassen. Wer einen roten Strich auf der Haut entdeckt, geht am besten zum Arzt. "Der verschreibt in der Regel Antibiotika gegen die Entzündung."

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