Studienergebnisse

Neue Erkenntnisse: Eine Stunde früher aufstehen schützt vor Depression

Junge Frau kann nicht schlafen, Wecker zeigt 2.25 Uhr nachts.
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Wer regelmäßig spät ins Bett geht, hat ein höheres Risiko an einer Depression zu leiden.

Wer eine Stunde früher aufsteht – und eine Stunde eher ins Bett geht –, kann laut einer Studie sein Risiko an einer Depression zu erkranken, enorm verringern.

Nachteulen bleiben morgens gerne so lange wie möglich im Bett und nutzen freie Tage, um möglichst lange zu schlafen. Auch durch den Lockdown und Home-Office hat sich der Schlafrhythmus von vielen etwas nach vorne verlagert. Allerdings scheinen sie dafür auch ein höheres Risiko für Depressionen zu haben als Frühaufsteher, wie eine Studie nun zeigt.

Langschläfer haben höheres Risiko einer Depression

Ob jemand von Natur aus gerne früh aussteht oder eher zu den Langschläfern gehört, hängt mit dem genetisch bedingten Chronotyp zusammen. Mittlerweile kennt man mehr als 340 genetische Varianten, die Einfluss auf den Chronotyp des Menschen haben. Diese Veranlagung bestimmt unsere innere Uhr. Forscher des Broad Institute in Cambridge wollten nun herausfinden, ob diese Veranlagung einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer Depression hat. Und die Antwort lautet: Ja.

Wer früher aufsteht, leidet nach Ansicht der Forscher seltener an Depressionen. „Wir haben herausgefunden, dass selbst eine Stunde früheres Einschlafen das Risiko, an einer Depression zu erkranken, senken kann“, erklärte Mitautorin Celine Vetter. Genauer gesagt muss der Schlafmittelpunkt – also die halbe Zeit zwischen dem Schlafgehen und dem Aufstehen – um eine Stunde verschoben werden. Wenn dieser zum Beispiel bei 1 Uhr morgens liegt und Nachtschwärmer stattdessen regelmäßig um Mitternacht ins Bett gehen würden – und dafür auch wieder eine Stunde früher aufstehen –, könnten sie ihr Risiko für eine schwere Depression um ganze 23 Prozent senken. Der durchschnittliche Schlafmittelpunkt sei um 3 Uhr morgens. Das wäre eine Schlafenszeit von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens.

Für die Studie griffen die Forscher auf die Daten von 840.000 Menschen der UK Biobank zurück. Bisher ist sie einer der stärksten Hinweise darauf, dass der Tagesrhythmus eines Menschen das Risiko einer Depression beeinflussen kann. Schon frühere Beobachtungsstudien hatten gezeigt, dass Nachtschwärmer doppelt so häufig an Depressionen leiden wie Frühaufsteher. Die Dauer der Schlafenszeit spielt dabei keine Rolle.

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Warum hat der Schlafrhythmus einen Einfluss auf das Risiko einer Depression?

Ganz genau konnte noch nicht geklärt werden, warum Frühaufsteher ein geringeres Depressionsrisiko haben. Eine Theorie ist, dass mehr Tageslicht die Ausschüttung von Hormonen, die sich auf die Stimmung auswirken, beeinflusst. Andererseits könnten Langschläfer in einer Gesellschaft, die auf Morgenmenschen fokussiert ist, ein negatives Gefühl mitgegeben werden, dass Depressionen begünstigt, so die These. (fk)

Hier geht‘s zur Studie

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Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © pixabay
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen". © pixabay
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © pixabay
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © pixabay
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun.
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © pixabay
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -Verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan.
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © pixabay
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern.
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © pixabay
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen.
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © pixabay

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