Studie: Wer Gutes tut, ist glücklicher

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Dalai Lama hat den Buddhismus im Westen bekannt gemacht.

München - Hinduismus und Buddhismus lehren, dass gute Taten unser Leben positiv beeinflussen. Wissenschaftliche Studien bestätigen nun die fernöstliche Glaubensphilosophie.

Karma bezeichnet ein spirituelles Konzept nach dem jede Handlung - physisch wie geistig - eine Folge hat. 

Kanadische Wissenschaftler der York University haben in einer groß angelegten Studie mit mehr als 700 Teilnehmern die Macht des Karmas untersucht. Über Monate hinweg beobachtete Professorin Myriam Mongrain mit ihrem Team das Verhalten und Wohlbefinden der Versuchsteilnehmer.

Im Rahmen der Karma-Studie sollten die Teilnehmer sollten fünf bis 15 Minuten täglich aktiv Gutes tun - anderen Menschen helfen und unterstützen. Selbst sechs Monate später waren die Studienteilnehmer glücklicher und selbstbewusster als zuvor.

 "Es war verblüffend zu sehen, dass Menschen sich glücklicher fühlen, wenn sie jemandem Barmherzigkeit widerfahren lassen", sagt die Psychologin Myriam Mongrain.

Die Studie liefert überzeugende Beweise dafür, dass die jahrtausendealte Glaubensphilosophie tatsächlich stimmt.

Die Karma-Studie des kanadischen Forscherteams ist Teil einer größeren Untersuchung. Mit ihr wollen die Wissenschaftler der York University herausfinden, wie die Stimmungslage von Menschen verbessert werden kann. Von zehn untersuchten Methoden, darunter Musik hören, Dankbarkeit erfahren oder Selbstmitleid haben, schnitt die Gute-Taten-Methode mit Abstand am besten ab.

Neben dem besseren Wohlbefinden stellten die Wissenschaftler bei den Probanden auch eine Reduzierung von Depressionen fest. Selbst sechs Monate nach den guten Taten hielt die positive Entwicklung noch an, die Probanden waren weiterhin fröhlich, depressionsfrei und strahlten ein starkes Selbstbewusstsein aus.

Quelle: Zeitschrift P.M. MAGAZIN (Ausgabe 01/2012)/ mehr unter www.research.news.yorku.ca

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