Studie: Lärm lässt das Herz schneller altern 

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Lärm verändert Schlaftiefe und lässt Herz schneller altern.

Wer ständig Lärm ausgesetzt ist, riskiert Gesundheitsschäden. Lärm verändert Schlaftiefe und lässt Herz schneller altern

Straßen- und Schienenverkehr sind die Lärmquellen in deutschen Städten, die sich am stärksten auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Berlin vorgestellte wissenschaftliche Studie, die erstmals die lautesten und leisesten Großstädte Deutschlands ermittelt hat.

Je öfter ein Mensch von Lärm belastet ist, desto mehr kann sich das auf seine Gesundheit auswirken, warnt Michael Jäcker-Cüppers, Leiter des Arbeitsringes Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik. “Wenn man nachts in der für die Erholung sehr wichtigen Tiefschlafphase ist und dann zum Beispiel ein lauter Zug vorbeifährt, verändert sich Schlaftiefe.“

Deutschland ist zu laut

Untersuchungen zeigten auch, dass der Körper mit der Ausschüttung von Stresshormonen auf Lärm reagiert, die nicht abgebaut werden. Auf lange Sicht altere dadurch der Herzmuskel schneller.

 “Ab einem Dauerschallpegel von 60 bis 65 Dezibel tagsüber beziehungsweise 50 bis 55 Dezibel in der Nacht besteht dadurch ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko - und an einigen Hauptverkehrsstraßen werden 75 bis 80 Dezibel gemessen“, sagt Jäcker-Cüppers.

Laut der Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik im Auftrag der Geers-Stiftung ist in Hannover, Frankfurt am Main und Nürnberg besonders laut.

In der lautesten Stadt sind demnach fast 70 Prozent der Fläche mit einem mittleren Lärmpegel von mehr als 55 Dezibel belastet.

dpa

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