Studie: Mit Lieblingsmusik gegen Tinnitus

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Auch Lady Gaga kann helfen - wenn der Patient sie mag

Münster - Ihre Lieblingsmusik soll Tinnitus-Patienten helfen, das lästige Pfeifen im Ohr zu bekämpfen.

Das Uniklinikum Münster will auf erste Therapieerfolge aufbauen und sucht nun im Münsterland 300 Patienten für eine größere Untersuchung. Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie hatte demnach gezeigt, dass die Intensität der Ohrgeräusche durch das Musiktraining im Durchschnitt um 25 Prozent sinkt. “Musik hat alle unsere Kulturen und Entwicklungsstadien begleitet und fast alle Menschen mögen sie“, sagte Professor Christo Pantev vom Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse am Montag.

Bei dem Therapieansatz sucht jeder Patient seine Lieblingsmusik aus. “Wir schneiden dann bestimmte Frequenzen aus dieser Musik heraus“, sagte Pantev. Der herausgefilterte Teil des Klangteppichs hätte für gewöhnlich die Tinnitus-Nervenzellen angesprochen. Das falle dann allerdings weg, nur deren Nachbarn würden gereizt. Diese Nachbarzellen wiederum sollen die Tinnitus-Neuronen hemmen. Werde diese “laterale Hemmung“ häufig wiederholt, könne das Pfeifen dauerhaft zurückgehen, sagte Pantev.

Nach neuesten Schätzungen haben etwa 2,7 Millionen Menschen in Deutschland chronischen Tinnitus. Die Ursachen für die quälenden Geräusche im Ohr können vielfältig sein. Dazu zählen unter anderem Lärmschäden, Stress und Probleme mit der Halswirbelsäule.

dpa

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