Mit Tagebuch dem Schmerz auf der Spur

„Wer sich informiert und die Symptome sorgfältig beobachtet, hat gute Chancen, den Schmerz zu lindern oder sogar ganz in den Griff zu bekommen“, sagt Diplom-Psychologe Frank Meiners. Mit einem Tagebuch.

Ein erster Schritt, ist laut der DAK, ein Tagebuch, in dem die Beschwerden -– Häufigkeit, Dauer und begleitende Faktoren – notiert werden. Sind die Schmerzen auf beiden Seiten des Kopfes? Sind diese pulsierend oder dumpf, drückend oder eher ziehend? Je genauer die Betroffenen die Symptome beschreiben können, desto eher lässt sich ein typisches Muster erkennen: Die Kopfschmerzen treten kurz vor wichtigen Geschäftsterminen auf? Dann sind sie womöglich die Folge von Stress oder angespannter Körperhaltung vor dem Computer. Ein Spaziergang in der Mittagspause hilft, das Hämmern im Kopf zu beruhigen? Auch diese Beobachtung gehört ins Tagebuch: „Gehen an der frischen Luft tut gut.“ Stück für Stück schärfen Patienten so das Bewusstsein für den eigenen Körper.

Checkliste für den Arzt

Wie lange sind die Schmerzen schon vorhanden? In welchen Situationen treten sie auf? Wie und wo genau ist der Schmerz zu spüren? Wer diese oder ähnliche Fragen beim Arzt unvorbereitet beantworten soll, vergisst oft wichtige Details. Durch das Tagebuch geht keine Beobachtung verloren. So kann es für den Arzt etwa ein wichtiger Hinweis sein, dass die Beschwerden typischerweise am Wochenende auftreten. Die Beurteilung sollte man allerdings dem Fachmann überlassen. Er entscheidet, welche Medikamente sinnvoll sind oder ob sich die Schmerzen besser mit Sport und Entspannung bekämpfen lassen.

Schmerz aktiv begegnen

Verschiedene Formen von Kopfschmerzen erfordern unterschiedliche Strategien. Ein beidseitiger, drückender Schmerz deutet auf Spannungskopfschmerzen hin. Dann sollte man Stress vermeiden und sich viel bewegen. Sind die Beschwerden einseitig, handelt es sich vermutlich um eine Migräneattacke. Hier helfen spezielle Medikamente. Außerdem lassen sich anhand der Beobachtungen mögliche Auslöser erkennen – wie fehlender Schlaf oder bestimmte Lebensmittel. Diese Auslöser sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Nur wer sie kennt und konsequent vermeidet, kann die Attacken auf ein erträgliches Maß zurückschrauben. (nh)

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