Senioren spielen Komödie

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Der arme Amadeus: Alle Damen – von links Schwägerin Marie (Rosemarie Welker), Ehefrau Elli (Helga Gellrich), Frau Dr. Schnabel (Erni Lippmann) und Schwester Monika (Heidi Günther) – motzen mit Amadeus Motzer (Georg Imke), worüber sich rechts Markus Junghans (Jürgen Robben) freut.

Sie können es nicht lassen, proben eifrig und stehen in drei Tagen wieder auf der Bühne. Die Rede ist von den „Unverbesserlichen“, wie sich die Badestädter Theatergruppe nennt.

Sie besteht hauptsächlich aus Rentnern, die ihren Spaß am Spiel auch vielen anderen Menschen nahebringen wollen.

Am Donnerstag, 28. Oktober, wird die Komödie „Glaubersalz zum Nachtisch“ ab 19.30 Uhr im Kurtheater aufgeführt. Der Eintritt ist frei, doch wird um ein Obolus zum Decken der Kosten gebeten.

Schon Ende Januar führten die Unverbesserlichen das Lustspiel mit zu Bad Sooden-Allendorf bestens passenden Szene aus dem Alltag von Reha-Kliniken auf, allerdings in teilweise anderer Besetzung.

Es geht um eine Art Kurschatten-Geschichte, als ein pensionierter Banker Amadeus Motzer (dargestellt von Georg Imke) gegen seinen Willen zur Fasten-Kur kommt und im Sanatorium auf einen ihm äußerst suspekt wirkenden Schönling Markus Junghans (Jürgen Robben) trifft. Außerdem spielen Helga Gellrich (Motzers Ehefrau Elli), Rosemarie Welker (Schwägerin Marie), Erni Lippmann (Sanatoriumsleiterin Dr. Schnabel) und Heidi Günther (Schwester Monika).

Für Heidi Günther ist es ein besonderes Gefühl, im Kurtheater aufzutreten. Auf der Bühne dieses Kinos stand sie nämlich schon einmal vor gut 50 Jahren. Mit zwölf, weiß die Badestädterin noch, spielte sie in einer Schulaufführung eine Zigeunerin. Franz Englisch war wieder gebeten worden, wie schon Anfang des Jahres, die Regie zu übernehmen.

Im Hintergrund tragen Theo Höner (Technik), Anne Berg (Maske und Bühnenbild), Susanne Diehl und Karin Stengel (Souffleusen) zum Gelingen bei, Barbara Lange sorgt mit Akkordeonspiel für Zwischenklänge.

Im Kurtheater wurde erst jetzt geübt, die Proben seit Mai finden üblicherweise montags in der Seniorenbegegnungsstätte am Rathof statt. In erster Linie kommt die aus über 60- und sogar über 70-Jährigen bestehende Gruppe zusammen, um „aktiv älter zu werden“, wie es auch das Stadtprogramm vorsieht.

Die Senioren wollen sich, wie Franz Englisch erläutert, selbst beweisen, Texte einstudieren und so geistig fit halten und dabei zugleich der Allgemeinheit etwas Freude bereiten. Im Kurtheater ist Platz für 200 Besucher.

Die Unverbesserlichen hoffen natürlich auf ein volles Haus. Da beim vorigen Mal aber 270 Zuschauer kamen, sollten diesmal vielleicht ein paar Stühle mitgebracht werden.

Weiteres Stück in Planung

Zum Bühnenwechsel entschloss sich die Gruppe, da die Aufführung im Kultur- und Kongresszentrum teurer ist. Neben der Saalmiete fallen nämlich unter anderem auch Kosten für die Aufführungsrechte an. Beim letzten Mal blieben gerade noch 80 Euro übrig. Und die Unverbesserlichen bereiten doch schon ein weiteres Theaterstück vor. • Termin: Donnerstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr, Kurtheater, Komödie „Glaubersalz zum Naschtisch“. (Von Stefan Forbert)

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