Geriatrische Abteilung berücksichtigt speziell ältere Patienten

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Hilfe für den Alltag daheim: Dafür stehen im Therapieraum auf der geriatrischen Station sogar Gegenstände wie Bürste, Spiegel, Schlösser, Steckdose und Schuh zum Üben zur Verfügung, hier gezeigt von Ergotherapeutin Sabine Steyer und Physiotherapeut Jens Fabian.

Nun hat auch das Krankenhaus in Witzenhausen eine geriatrische Abteilung. Diagnostik und Therapie werden dort speziell auf den Gesundheitszustand des älteren Patienten abgestimmt.

Gestern weihten Aufsichtsrats-Chef Landrat Stefan Reuß und die Chefärzte Dr. Michael Müller (Witzenhausen) und Dr. Carl-Friedrich Körner (Eschwege) die Station im vierten Stock ein. Sie wurde bereits Anfang des Jahres in Betrieb genommen. Im Krankenhaus in Eschwege gibt es die Klinische Geriatrie seit über zehn Jahren. Sie wird von Dr. Körner geleitet.

Das Angebot für ältere Menschen soll gewährleisten, dass eine Behandlung im Krankenhaus ohne eine anschließende Rehabilitation anderswo soweit abgeschlossen werden kann, dass sie sich spätestens drei Wochen nach einer akuten oder chronischen Erkrankung im täglichen Leben wieder zurecht finden.

Fit mit Trampolin, Ergometer und Gehbarren

Gerade für ältere Menschen sei eine wohnortnahe Versorgung sehr wichtig, begründete Klinikum-Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Vetter die neue Einrichtung. Diagnostik und Therapie in der Geriatrie würden auf den Gesundheitszustand des älteren Patienten abgestimmt, weil Senioren oft mehrere Erkrankungen haben, die sich auch wechselseitig stärker beeinflussen.

Neben dem Bereich mit 15 Betten gehört auf gleicher Ebene ein Therapieteil zur Geriatriestation. Dort sieht es ähnlich aus wie im Physiotherapieraum im Untergeschoss, nur etwas wohnlicher: Neben Ergometer, Trampolin, Gehbarren und Bobarth-Bank steht am Fenster auch ein Tisch, auf dem beispielsweise mal Mensch ärgere Dich nicht gespielt wird.

Am Ergometer strampeln die Patienten, wie leitender Physiotherapeut Jens Fabian erläutert, um Herz und Kreislauf zu stärken.

Das Trampolin, an dem man sich aber festhalten kann, ist für Koordinations- und Gleichgewichtsschulung gedacht. Das auch Bobarth-Bank genannte große Therapiekissen dient zur Behandlung von Schlaganfallpatienten, die noch nicht selbstständig sitzen oder stehen können. Und am Gehbarren üben Patienten mit Gehstörungen, beispielsweise nach einer Hüft- oder Knieoperation. (Von Stefan Forbert)

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