Thermographie in der Brustvorsorge

Moderne und sehr schonende Diagnosemethode: Ein Infrarotgerät erkennt mögliche Temperaturveränderungen in der Brust. Foto:  nh

Seit einiger Zeit sind die Technologie und die dazugehörige Computer-Software soweit entwickelt, dass die Infrarot-Thermografie im medizinischen Bereich erfolgreich zur Anwendung kommt.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einer Vielzahl von Störungen der Brustgesundheit gleichzeitig charakteristische Änderungen des Wärmemusters in der Brust auftreten und dass die Infrarot-Thermographie eine zuverlässige Methode für Frauen jeden Alters ist.

Die Untersuchung ist einfach. In dafür ausgestatteten Arztpraxen werden verschiedene Aufnahmen des entblößten Oberkörpers gemacht, die nach einer zehnminütigen Abkühlungsphase bei Raumtemperatur wiederholt werden. Dann werden die erhobenen Daten am Computer ausgewertet und durch einen Arzt beurteilt. Normalerweise hat die Brust eine geringere Wärme als die umgebenden Körperbereiche. Darüber hinaus senkt die Brust während der Abkühlungsphase weiter ihre Temperatur. Ist das nicht der Fall, entstehen auffällige Wärmemuster der Brust, die je nach dem entsprechenden Bild auf Entzündungen, Zysten oder Tumore hindeuten können. Liegt eine Wärmeverteilungsstörung vor, so wird nach zugrunde liegenden Ursachen gesucht. Die häufigste Ursache für Störungen der Brustgesundheit ist hormoneller, seelischer oder auch Stoffwechsel-Stress.

Effektive Behandlungen

Werden Störungen frühzeitig erkannt, lassen sich effektive Behandlungen aus dem Bereich der Naturheilkunde oder Homöopathie finden. Oder es werden Bewegungstherapien, Entspannungstechniken und Meditationen empfohlen. Durch eine Thermographie-Kontrolle lassen sich die positiven Veränderungen dokumentieren.

Sollte ein schwerwiegender Verdacht erhoben werden, sind die modernen Verfahren der Sonographie und der Mammographie hinzuzuziehen. Die Infrarot-Thermographie ist in keiner Weise belastend. Sie ist geeignet für Frauen in jedem Alter, sogar für Schwangere und für stillende Frauen und zur Nachsorge nach Brustkrebs geeignet. Bisher erstatten nur die privaten Kassen die Kosten. (nh)

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