Im Büro

Trockene Luft: Zehn Tipps für Kontaktlinsenträger

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Den Durchblick behalten: Kontaktlinsenträger leiden besonders stark unter trockener Heizungsluft.

Die Kontaktlinsen drücken, die Augen brennen, der Schädel brummt: Im Winter macht trockene Heizungsluft dem Auge zu schaffen. Wie können Kontaktlinsenträger dem Auge etwas Gutes tun?

Die Augen starren auf den PC-Bildschirm, und die Heizung bläst trockene Luft ins Büro: Kontaktlinsenträger leiden dann ganz besonders. Die Linsen drücken - Kopfschmerzen oder gereizte Augen sind die Folge. Doch warum ist das so? Durch die trockene Luft kann der Tränenfilm im Auge reißen, erklärt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen. Und auf diesem Tränenfilm schwimmen die Linsen. Ist er gerissen, liegen die Linsen nicht mehr geschlossen auf dem Film. Das Starren auf den PC reduziert den Lidschlag. Der ist dafür zuständig, die Flüssigkeit im Auge zu verteilen - für Kontaktlinsenträger ist das doppelt schlecht. Zehn Tipps, damit sie den Tag überstehen:

Regelmäßige Pausen

"Mehrere kleine Pausen sind besser als eine große", sagt Kruschinski. Denn dann haben die Augen die Chance, sich immer wieder zu erholen. Dabei reicht es schon aus, für wenige Minuten mit dem Kollegen zu schwatzen oder sich einen Kaffee zu holen.

Augen schließen

Kruschinski rät, die Augen ab und an für etwa zehn Sekunden zu schließen. Diese Methode hilft gegen brennende Augen.

Blinzeln

Kontaktlinsenträger sollten ein bis zwei Minuten lang bewusst blinzeln. Dabei schließen sie die Augen jeweils für eine halbe Sekunde und öffnen sie dann wieder. "So wird die Flüssigkeit gut auf der Augenoberfläche verteilt."

Blick schweifen lassen

Durch das konzentrierte Starren auf den nahen PC-Bildschirm verteilt sich die Flüssigkeit im Auge nicht mehr richtig. Wer den Blick regelmäßig in die Ferne schweifen lässt, entspannt den Augenmuskel und hält das Auge fit.

Herzhaftes Gähnen

Der tiefe Atemzug beim Gähnen versorgt Körper und Auge mit Sauerstoff. Ein kleiner Zettel am PC kann helfen, sich an die regelmäßigen Übungen zu erinnern.

Viel Trinken

Das Trinken von zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßtem Tee über den Tag verteilt beugt trockenen Augen vor, erklärt Kruschinski.

Frische Luft

Kruschinski empfiehlt, drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten zu lüften. Dadurch kommt vor allem Feuchtigkeit ins Büro. Aber Vorsicht: Im Winter bei Frost ist die Luft besonders trocken. "Dann kann das Lüften den gegenteiligen Effekt haben."

Mittagspause

Wer in der Mittagspause kurz vor die Tür geht, tut den Augen einen Gefallen. Denn die frische Luft tut ihnen gut.

Augentropfen

Hyaluronsäure hilft besonders gegen trockene Augen. Kruschinski warnt allerdings: "Nicht alle Augentropfen, die Hyaluronsäure enthalten, sind hilfreich." Sie empfiehlt, sich beim Fachmann beraten zu lassen. Denn der Laie könne zum Beispiel überhaupt nicht einschätzen, welche Zusammensetzung die richtige für das Auge ist.

Fachmann

Wer dennoch dauerhaft leidet, sollte die Stärke der Kontaktlinsen überprüfen lassen. Denn auch durch falsche Sehstärken kann der Tränenfilm reißen. Den Sitz und die Verträglichkeit der Linsen können die Träger nicht immer selbst beurteilen.

Die häufigsten Augenkrankheiten

Augen Krankheiten
Das Auge gehört für viele zum wichtigsten Sinnesorgan. Augenerkrankungen können das Sehvermögen mindern oder im schlimmsten Fall zerstören. Der Verlauf ist oft schleichend. © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
Katarakt
KATARAKT - GRAUER STAR: Die häufigste Form der Katarakt ist die altersbedingte Linsentrübung. Die ursprünglich klare Augenlinse verliert im Laufe des Lebens ganz allmählich an Transparenz. Erst im höheren Alter erreicht die Trübung eine Dichte, die das Sehen beeinträchtigt. Der Blick in die weit getropfte Pupille zeigt die ersten Anzeichen einer Katarakt: weiße strahlenförmige Trübungen und ebensolche Pünktchen im zentralen Bereich. © Berufsverban des der Augenärzte e. V. (BVA)
Grüner Star: Glaukom im fortgeschrittenen Stadium mit bereits schwer geschädigtem Sehnerv.
GLAUKOM - GRÜNER STAR: In der Mitte der Papille erkennt man eine extrem große weiße Ausbuchtung, der Sehnervenkopf hat fast keinen gesunden rosafarbenen Rand mehr. In diesem Stadium ist der Sehnerv bereits stark geschädigt. Die Beeinträchtigung kann nicht rückgängig gemacht, aber zumindest gestoppt werden, sobald sie erkannt wurde. © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
Falls der Verdacht einer Glaukomerkrankung vorliegt, gibt die so genannte Perimetrie Aufschluss darüber, ob es bereits "blinde Flecken" im Gesichtsfeld gibt.
Ab 40. sollten Männer und Frauen zur Vorsorgeuntersuchung bei Augenarzt (IGeL-Leistung). Patienten bemerken die Erkrankung im Frühstadium nicht. Falls der Verdacht einer Glaukomerkrankung vorliegt, gibt die so genannte Perimetrie Aufschluss darüber, ob es bereits "blinde Flecken" im Gesichtsfeld gibt. © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
Eine gesunde Netzhaut Retina
RETINA: Eine gesunde Netzhaut wie der Augenarzt sie bei der Untersuchung des Augenhintergrundes sieht. Die Arterien und Venen treffen sich an der hellen Stelle, wo der Sehnerv ins Auge mündet, dem Sehnervenkopf. © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
Die feuchte Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)
Die feuchte Form der altersabhängigen MAKULADEGENERATION (AMD) verläuft wesentlich aggressiver als die trockene AMD. In der Netzhaut bilden sich krankhafte Gefäße, die Flüssigkeit absondern und die empfindlichen Netzhautgefäße zerstören. Dem Augenarzt stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, weitere Gefäßneubildungen zu verhindern und den Verlauf der Krankheit günstig zu beeinflussen. Hier sind die Veränderungen der Netzhautmitte bereits deutlich zu erkennen. © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
BINDEHAUTENTZÜNDUNG: Eine durch Viren verursachte Bindehautenzündung ist extrem ansteckend. Infizierte Patienten müssen den Kontakt zu anderen meiden.  © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)
Schirmer Test
TROCKENES AUGE: Mit dem sogenannten Schirmer Test bestimmt der Augenarzt die Menge der Tränenflüssigkeit. Trockene Augen entstehen, wenn Bindehaut und Hornhaut der Augen nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt werden. Dabei hat der Patient häufig das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben oder die Augen brennen und jucken. Feinstaub in der Luft steht unter Verdacht an der Enstehung eines Trockenen Auges mitverantwortlich zu sein. © Berufsverbandes der Augenärzte e. V. (BVA)

dpa/tmn

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