Jeder zweite Deutsche ist zu dick

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Mehr als jeder zweite Deutsche ist zu dick.

Berlin - Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge zu dick. Eine Altersgruppe bringt besonders viel Kilos auf die Waage.

Rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen sind derzeit übergewichtig oder adipös, also krankhaft fettleibig, wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtete.

Diabetes: Das sollten Sie wissen

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Vorstufe von Diabetes, wissen aber nichts von der Gefahr. Die Krankheitszeichen sind oft recht allgemein, doch folgende Alarmsignale können auf einen krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel hinweisen. © dpa/dak
1. Verschwommenes Sehen © dpa/dak
2. Taube Hände und Füße © dpa/dak
3. Heißhunger © dpa/dak
4. Übermäßiger Harndrang © dpa/dak
5. Anhaltende Müdigkeit © dpa/dak
6. Plötzlicher Gewichtsverlust © dpa/dak
7. Ständiger Durst © dpa/dak
8. Sexuelle Störungen © dpa/dak
9. Schlecht heilende Wunden © dpa/dak
Ohne Zucker geht beim Menschen gar nichts: Weder würden die Beine einen Schritt gehen, noch das Gehirn einen klaren Gedanken fassen. Wie der Automotor Benzin, so verbrennt unser Körper Traubenzucker und bezieht daraus seine Energie. Allein das Gehirn verbraucht 140 Gramm pro Tag! © dpa/dak
Der Körper holt sich die Glukose aus der Nahrung, über das Blut wird es zu den Organen transportiert und hineingeschleust. Doch dieser Glukose-Stoffwechsel ist bei jedem zehnten Menschen gestört. © dpa/dak
Eine Schlüssel- rolle spielt das Hormon Insulin, das für die Aufnahme des Zuckers in die Organe verantwortlich ist. Es verliert zunächst unbemerkt seine Wirkung. Um die gleiche Menge Zucker zu verarbeiten, wird also mehr Insulin benötigt. Der Körper produziert immer mehr Insulin, bis die dafür zuständigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. © dpa/dak
In Folge steigt der Blutzucker im Blut drastisch an, die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Treibstoff und Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind dramatisch wie Herzinfarkte, Nierenschäden oder schlecht heilendes Gewebe. © dak
Pro Jahr werden in Deutschland 28.000 Füße von Diabetikern amputiert. Mithilfe einer speziellen Stimmgabel überprüft hier der Arzt das Vibrationsempfinden des Fußes und kann davon weitere Maßnahmen ableiten. © dpa/obs
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt über 45-Jährigen alle drei Jahre eine sogenannte Nüchtern-Blutglukosebestimmung beim Hausarzt. Früh erkannt, ist die Krankheit gut behandelbar. Wird Diabetes heilbar? Das Neueste von der Impfung bis zur Stammzellen-Therapie lesen Sie hier... © dak

Besonders betroffen sei die jüngere Generation: Den Angaben zufolge gilt die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen als besonders dick. Rund 47 Prozent der jungen Männer und fast 40 Prozent der jungen Frauen seien stark übergewichtig. Ein niedriger Sozialstatus befördere das Dicksein, hieß es in der Antwort der Bundesregierung weiter.

Esstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Alarmierend sei der hohe Anteil an Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Demnach weisen bereits 21,9 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Symptome von Übergewicht oder Magersucht auf, bei den Mädchen sind es 28,9 Prozent und bei den Jungen 15,2 Prozent. Knapp die Hälfte der Mädchen fühle sich zu dick, obwohl sie normalgewichtig seien. „Bei den Jungen sind es nur 22 Prozent“, zitiert die Zeitung die Regierung. Essstörungen zählten zu den „am meisten unterschätzten Krankheiten“. Dafür seien auch die Medien mitverantwortlich, die ein entsprechendes Schönheitsideal propagierten.

Die Zahlen seien „erschreckend“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linken, Yvonne Ploetz, der Zeitung.

dpa

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