Kampf dem Infekt

So überstehen Sie Erkältungswellen - mit diesen vier natürlichen Helfern

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Tee trinken und abwarten: Eine Erkältung kann sich über Wochen hinziehen.

Die ersten Ausfälle im Büro kündigen sie an: die Erkältungswellen, die jeden Herbst wieder über uns hereinbrechen. Wer richtig vorbeugt, minimiert das Risiko, sich anzustecken.

Den Türgriff nur mit dem Ärmel anfassen, sich mit "Abwehr-Stärkern" aus der Apotheke eindecken oder einfach ganz viel schlafen: Jeder hat sein eigenes Rezept, um nicht Opfer der jährlichen Krankheitsausbrüche zu werden, die vor allem ab Herbst zuschlagen. Ob eher harmlose Erkältung mit verstopfter Nase und Kopfschmerzen oder ausgewachsener grippaler Infekt mit Gliederschmerzen und Fieber: Es gibt so einige Helfer aus der Natur, die die Abwehr immens stärken und so Krankheitserreger in Schach halten.

Immunsystem stärken: Die besten Helfer aus der Natur

Um sich gegen Grippeviren und andere Krankheitserreger zu wappnen, muss das Immunsystem gestärkt werden. Denn nur wenn unsere Abwehr intakt ist, wird sie mit Krankheitserregern fertig. Nicht nur ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und Bewegung helfen, um gesund zu bleiben. Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn Heizungen auf Hochtouren laufen, sorgt ausreichend Trinken dafür, dass der Körper nicht austrocknet und so anfälliger auf Krankheitserreger reagiert. Auch regelmäßiges Lüften hilft, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, was die Atemwege entlastet.

Wer außerdem noch zu diesen Helfern greift, treibt viele Krankheitserreger in die Flucht:

  • Brokkoli essen: Der im Brokkoli enthaltene Stoff Sulforaphan soll die Abwehrzellen im Blut aktivieren und die Antikörper-Produktion ankurbeln.
  • Ingwersud trinken: Die antientzündlichen Pflanzenstoffe in der Ingwerknolle gelten als Immunstärker schlechthin. Auch die wärmende Wirkung, die ein Ingweraufguss im Körper entfaltet, tut vor allem im Winter gut. Für einen Aufguss einfach Ingwer in Scheiben schneiden und mit siedend heißem Wasser übergießen.

Lesen Sie auch: Mit diesen vier vermeintlichen Helfern machen Sie eine Erkältung nur noch schlimmer.

  • Rote Beete auf dem Speiseplan: Ob roh im Salat oder in eingelegter Form: Rote Beete enthalten wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Kalium, Eisen und Folsäure. Gut mit Nährstoffen versorgt, kann sich der Körper besser gegen Viren schützen.
  • Hagebutten ernten: Hagebutten enthalten dem Portal Praxisvita zufolge fünfmal mehr Vitamin C als eine übliche Zitrone, was sie zum perfekten Immunstärker macht. 100 Gramm der heimischen Früchtchen liefern 1,25 Gramm Vitamin C. Zum Vergleich: Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 110 Milligramm Vitamin C für Männer und 95 Milligramm für Frauen.

Umfrage zum Thema

Weiterlesen: Erkältung: Arzneien im Test - nur ein Medikament hilft wirklich.

jg

Globuli: Was hinter homöopathischen Arzneien steckt

In den meisten homöopathischen Globuli ist kein Wirkstoff mehr nachweisbar. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
In den meisten homöopathischen Globuli ist kein Wirkstoff mehr nachweisbar. © Franziska Gabbert
Für den Hausgebrauch kann man verschiedene Globuli in fertigen Sets kaufen. Die Apotheken verkaufen jährlich homöopathische Mittel im Wert von mehr als 500 Millionen Euro. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Für den Hausgebrauch kann man verschiedene Globuli in fertigen Sets kaufen. Die Apotheken verkaufen jährlich homöopathische Mittel im Wert von mehr als 500 Millionen Euro.  © Franziska Gabbert
Mehr als jeder zweite Deutsche hat schon mal homöopathische Arzneien wie diese Kügelchen genommen. Viele berichten, dass sie ihnen zumindest manchmal helfen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mehr als jeder zweite Deutsche hat schon mal homöopathische Arzneien wie diese Kügelchen genommen. Viele berichten, dass sie ihnen zumindest manchmal helfen.  © Franziska Gabbert
Sich selbst bei leichten Beschwerden mit Globuli wie diesen zu behandeln, halten Experten in Deutschland für unbedenklich. Die Arzneien werden strengen Kontrollen unterzogen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Sich selbst bei leichten Beschwerden mit Globuli wie diesen zu behandeln, halten Experten in Deutschland für unbedenklich. Die Arzneien werden strengen Kontrollen unterzogen © Franziska Gabbert
Natalie Grams hat selbst jahrelang Menschen homöopathisch behandelt. Heute kritisiert sie ihre ehemaligen Kollegen. Etwas Gutes hat die Homöopathie für sie aber nach wie vor. Foto: Gudrun-Holde Ortner/dpa-tmn
Natalie Grams hat selbst jahrelang Menschen homöopathisch behandelt. Heute kritisiert sie ihre ehemaligen Kollegen. Etwas Gutes hat die Homöopathie für sie aber nach wie vor.  © Gudrun-Holde Ortner
Manfred Schedlowski ist Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Placeboeffekt. Foto: Manfred Schedlowski/dpa-tmn
Manfred Schedlowski ist Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Placeboeffekt. © Manfred Schedlowski

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