Unsichtbare Therapie für ein schönes Lächeln

Ein schönes Lächeln ist ein wichtiges Kapital. Wenn die Zähne jedoch aus der Reihe tanzen, fällt das Strahlen oft schwer. Korrigieren lassen sich Lücken und Fehlstellungen mit einer Zahnspange – doch die klassischen Drahtkonstruktionen schrecken viele Patienten ab. „Es sind gerade die Erwachsenen und Jugendlichen, die sich nicht mehr als Zahnspangenträger outen möchten“, sagt die Kasseler Zahnärztin Jutta Hüsch. „Zahnkorrektur ist in jedem Lebensalter möglich.“

Abhilfe schaffen unsichtbare Zahnkorrekturen, so genannte Aligner aus Kunststoff. Diese funktionieren ohne Drähte und Metall. Die Behandlung beginnt mit individuell angefertigten Gebissabdrücken. „Es müssen nur zwei Abdrücke gemacht werden, alles andere läuft computergestützt“, sagt Dr. Peterseim. Anhand dieser Abdrücke werden dann computerunterstützt die Schienen aus transparentem Kunststoff angefertigt – die auf den Zähnen praktisch nicht zu sehen sind.

Vom Computer passend vorausberechnet

Nach dem ersten Einsetzen verspürt der Patient einen Druck, der verdeutlicht, dass die Zähne in die gewünschte Position bewegt werden. Alle zwei Wochen wird der aktuelle Aligner gegen eine neue, vom Computer vorausberechnete Schiene ausgetauscht, die der neuen Gebissform entspricht. „Schon nach kurzer Zeit sieht man den Erfolg“, sagt Zahnarzt Dr. Uwe Peterseim. Je nach Fehlstellung beträgt die Behandlungszeit zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Die Kosten liegen bei 2000 bis 6000 Euro

Ein weiterer Vorteil der Aligner: Sie sind nicht nur unsichtbar, sondern auch unhörbar. Anders als bei klassischen Metallzahnspangen, die das Sprechen in den ersten Tagen deutlich erschweren, wird die Bewegung von Zunge und Lippen nicht eingeschränkt – die Aussprache bleibt klar verständlich. „In der Regel dauert es zwei Stunden, dann spricht man wieder genauso wie gewohnt“, sagt Jutta Hüsch. „Wir haben Patienten, die Vorträge mit den Schienen halten – und keiner der Zuhörer bemerkt etwas.“

Hygiene im Mund fällt deutlich leichter

Zudem fällt die Mundhygiene mit der unsichtbaren Zahnkorrektur deutlich leichter als mit einer Drahtkonstruktion. „Die Zahnpflege erfolgt wie gewohnt, man muss nicht aufwändig um Drähte und Metallbänder herumputzen“, sagt Zahnärztin Jutta Hüsch. Zum Essen und Zähneputzen werden die Kunststoffschienen einfach herausgenommen. Nach der Alignertherapie ist das Risiko an Karies und Zahnfleischerkrankungen geringer, da akurate Zahnbögen die Zahnpflege erheblich erleichtern.

Aligner, Implantate und weitere Therapieangebote

Zudem können die Aligner auch mit anderen Therapien kombiniert werden, wie beispielsweise mit einer zusätzlichen Fluoridierung oder einer Zahnaufhellung. Dazu werden Fluorid- oder Bleichgel auf der Innenseite der Schiene aufgetragen und so gleichmäßig auf den Zähnen verteilt.

Auch Implantat-Patienten profitieren von den Alignern: Während beispielsweise im hinteren Backenzahnbereich Implantate einheilen, werden schief stehende Frontzähne schon in der Einheilphase der Implantate korrigiert. So gehen Ästhetik und Funktion Hand in Hand. (nh)

Weitere Informationen zu den Alignern im Internet: www.HNA.de/gesundheit

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