Glatt rasierte Bikinizone

Urlauberin infiziert sich mit fiesem Hautpilz  

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Glatte geschmeidige Haut an Beinen, Bikinizone oder unter den Achseln ist für viele im Sommer ein Muss.

Aus einem Urlaub in Thailand hat eine junge Frau ein besonders unangenehmes Reiseandenken mitgebracht: eine eitrige Infektion im Schambereich. Kein Einzelfall, wie Medien berichten.

Mit starken Schmerzen stellte sich, laut Ärztezeitung, eine 18-jährige Schwedin im Züricher Triemli-Hospital (Schweiz) vor. Ihre Schamlippen und der Venushügel waren mit gerötete und schuppende Plaques sowie follikuläre Pusteln überzogen. Nach einer Hautprobe stellten die Ärzte den Grund für die Beschwerden im Intimbereich fest: einen Hautpilz einen sogenannte Trychophyton interdigitale (mit interdigitale bezeichnen Mediziner die Tendenz des Pilzes Haut und Nägel zu befallen).

Bei einer Pilzerkrankung müssen Sporen in die Haut eindringen. Das passiert wenn die Barrierefunktion der Haut, die natürliche Hautflora gestört ist. Häufig befällt der Trychophyton interdigitale defekte Haut zwischen den Zehen oder auch die Nägel. Nach einem Besuch im Hallenbad oder Sauna kann dieser Nagelpilz auftreten.

Risiko Intimrasur

Die junge Frau hatte sich jedoch offenbar trotz Kondom beim Sex mit einem Mann während ihres Thailandurlaubs angesteckt, berichtet die Ärztezeitung. Eine Woche nach dem ersten Geschlechtsverkehr hätten sich die ersten Symptome gezeigt. Allerdings hätte der Sexualpartner zuvor auch über rote schuppige Haut im Intimbereich geklagt. Aufgrund der starken Schmerzen musste die 18-Jährige in der Klinik behandelt werden. Die schwere Infektion heilte erst nach drei Wochen ab und hinterließ Narben.

Durch die glatt rasierte Haut in der Bikinizone hatte der Erreger ein leichtes Spiel gehabt, vermuten die Ärzte. Eine Rasur schädigt nämlich die sonst schützende Hautoberfläche. 

Kein Einzelfall

Insgesamt sieben Patienten - zwei Frauen und fünf Männer - wurden zwischen März und Juli 2014 mit ähnlichen Beschwerden im Triemli-Hospital und in der Züricher Uniklinik behandelt. Alle Patienten hatten in Südostasien Urlaub gemacht und sich vor der Infektion regelmäßig im Genitalbereich rasiert.

Po oder Hüfte? Das sind die größten Problemzonen

So schön der Sommer und die Aussicht auf Tage am Strand auch sind - für viele Frauen und Männer bedeutet die Bikini- und Badehosen-Saison vor allem ein besonders kritischer Blick auf den eigenen Körper. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von Bi-Oil unter 1.100 Befragten enthüllt die sieben größten Problemzonen der Deutschen im Sommer 2014. © picture alliance / dpa
Männer Arme
Problemzone Nr. 7: Auf dem letzten Platz landen die Arme. Nur 7,4 Prozent der deutschen Männer und Frauen zeigen diese am Strand ungern. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist gering. © dpa
Pigmentflecken
Problemzone Nr. 6: An ihren Pigmentflecken stören sich 12,8 Prozent aller Deutschen. Hier sind besonders die Herren empfindlich: 13,4 Prozent empfinden es als peinlich, wenn andere Menschen die Flecken auf ihrer Haut bemerken. Die Damen sind hier mit 12,3 Prozent etwas weniger eitel. © dpa
Hüftgold
Problemzone Nr. 5: Die Hüfte. Auch hier gibt es eine unterschiedliche Wahrnehmung bei den Geschlechtern: 22,7 Prozent der Frauen, aber nur 8,1 Prozent der Männer schämen sich für diese Körperpartie. Insgesamt haben 15,5 Prozent kein gutes Körpergefühl, wenn es um ihre Hüfte geht. © dpa
Po
Problemzone Nr. 4: 21,2 Prozent der deutschen Damen und Herren halten ihren Po für ihre größte Problemzone. Jede dritte Frau in Deutschland (29,5 Prozent) gab an, sich am Strand dafür zu schämen. Bei den Männern versuchen nur 12,7 Prozent, ihr Gesäß nicht den Blicken anderer auszusetzen. © dpa
Beine
Problemzone Nr. 3: Anders sieht es bei den Beinen aus. 32,6 Prozent der Damen zeigen ihre Beine nur ungern, bei den Männern hat dabei nur jeder Zehnte (10,6 Prozent) ein ungutes Gefühl. Insgesamt verstecken 21,7 Prozent der Deutschen ihre Beine am Strand. © dpa
Narben
Problemzone Nr. 2: Auf Platz zwei der Problemzonen landen die Narben auf der Haut. Fast jedem dritten Deutschen (27,1 Prozent) ist es unangenehm, wenn fremde Menschen ihre Narben am Strand sehen können. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist gering. © dpa
Bauch
Problemzone Nr. 1: Der Bauch. 55 Prozent aller Deutschen finden, dass ihre Körpermitte unvorteilhaft aussieht. Dabei zeigen 65,6 Prozent der Frauen und 44,2 Prozent der Männer diese Partie anderen nur ungern am Strand. © dpa

ml

 

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