USA: Krebsmittel Avastin vor dem Aus

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Angiogenese-Hemmung galt bis jetzt als innovatives Wirkprinzip in die Krebstherapie.

Das Medikament Avastin gegen Brustkrebs hat viele Hoffnungen geweckt. Doch wie Folge-Studienaus den USA nun zeigen, verlängert es nicht das Leben von Brustkrebs-Patientinnen.

In Studien wurden weder eine Verzögerung des Tumorwachstums noch eine längere Lebenserwartung der Erkrankten festgestellt, wie die US-Gesundheitsbehörde FDA mitteilte.

Die FDA hatte Avastin im Jahr 2008 auf der Grundlage von Tests im Frühstadium in einem beschleunigten Verfahren zugelassen unter der Bedingung, dass in späteren Studien eine verlängerte Lebenserwartung der Patienten nachgewiesen wird.

In zwei kürzlich vom Pharmakonzern Roche vorgelegten Untersuchungen sei jedoch keine signifikant erhöhte Lebensdauer im Vergleich zu einer Chemotherapie allein festgestellt worden, erklärte die FDA. Zudem hätten weitere Daten die in früheren Studien beobachtete Verkleinerung von Tumoren nicht bestätigt. Die US-Gesundheitsbehörde könnte daher die Zulassung von Avastin für Brustkrebs zurücknehmen.

Am Dienstag will sie unabhängige Krebs-Experten damit beauftragen, die Ergebnisse zu dem Medikament zu überprüfen, das unter anderem auch für die Behandlung von Darm- und Lungenkrebs zugelassen ist. Der Verkauf von Avastin brachte Roche im vergangenen Jahr weltweit 5,9 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) ein. Es war damit das meistverkaufte Krebsmittel des Pharmakonzerns.

DAPD

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