Schilderung der Verlobten erschüttert

Vater stirbt nach Corona-Infektion: „Hätte mir die verdammte Impfung holen sollen“

Bevor ein Mann an den Komplikationen einer Corona-Infektion stirbt, schickt er eine SMS an seine Verlobte. Er wollte mit der Impfung noch warten.

Las Vegas - Aus Angst vor Langzeitnebenwirkungen wollte ein 39-jähriger Mann und seine Familie aus Las Vegas noch ein Jahr warten, bevor sie sich gegen Corona impfen lassen. Nun ist der fünffache Vater an den Komplikationen einer Corona-Infektion gestorben. Als er bereits auf der Intensivstation liegt, schickt er eine SMS mit den Worten „Ich hätte mir die verdammte Impfung holen sollen“ an seine Verlobte.

Wie das Nachrichtenportal Rawstory berichtet, hatte der 39-jährige Michael Freedy aus Las Vegas seine Entscheidung bereut, sich nicht gegen Corona impfen zu lassen. Da die Skepsis bezüglich unentdeckten Langzeitnebenwirkungen des Corona-Impfstoffes überwog, wollte das US-amerikanische Paar nach Freigabe des Corona-Impfstoffes noch ein Jahr abwarten, bis sie sich impfen lassen.

In einem Video berichtet seine Verlobte Jessica DuPreez nun unter Tränen vom Schicksal ihrer Familie: „Unsere Kinder sind noch so klein und wachsen nun ohne Vater auf“. Man könne nicht sagen, man sei jung und die Krankheit wird einen nicht treffen, „denn das wird es“, sagte DuPreez.

39-jähriger Mann stirbt an Corona-Infektion: „Es gab nie die Absicht, sich nicht impfen zu lassen“

Weil sich Freedy im Urlaub in San Diego einen starken Sonnenbrand zugezogen hatte, ignorierte er auftretende Symptome einer Corona-Infektion. Schließlich habe sich der Familienvater mit Übelkeit und Schüttelfrost in die Notaufnahme begeben und wurde positiv auf Covid getestet. Mit der Aufforderung, sich zu isolieren, wurde der 39-Jährige Berichten von Rawstory zufolge wieder nach Hause geschickt.

Aus Angst vor Langzeitnebenwirkungen wollte ein Mann noch warten, bevor er sich gegen Corona impfen lässt. Nun ist er an den Komplikationen einer Corona-Infektion gestorben. (Symbolbild)

Doch sein Zustand verschlechterte sich. Nach Tagen in Selbstisolierung habe die Atemnot eingesetzt und Freedy wurde mit einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert, schreibt Rawstory. Wie seine Verlobte mitteilt, sei es jedoch zu spät gewesen. Der fünffache Familienvater verstarb an den Folgen seiner Corona-Erkrankung und hinterlässt seine Kinder im Alter von 17, 10, 7, 6 Jahren und 17 Monaten.

Familienvater stirbt an den Folgen einer Corona-Erkrankung

„Es gab nie die Absicht, sich nicht impfen zu lassen“, betont seine Verlobte jetzt in dem Video, welches von dem Medien- und Nachrichtenunternehmen KameraOne veröffentlicht wurde. Mittlerweile haben sich die 37-Jährige und ihr ältester Sohn impfen lassen. Sie fordert andere Menschen nun auf, es ihr gleichzutun, um sich und anderen dieses Leid zu ersparen. (Helena Gries)

Auch in der Region Kassel ist ein Familienvater an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben: So geht die Familie mit dem Verlust des Familienvaters um. Ohne bekannte Erkrankungen ist ein 13-Jähriger aus Michigan plötzlich im Schlaf gestorben: Wenige Tage vorher hatte er die zweite Corona-Impfung erhalten.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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