So verändert sich in Zukunft die Ärzte-Versorgung auf dem Land

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Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Andreas Köhler.

Berlin - Der latente Ärztemangel auf dem Land soll mit mobilen Medizinern behoben werden. Grundlage dafür, ist das Ärzte-Gesetz von Gesundheitsminister Daniel Bahr. Welche Gefahren sich ergeben, wenn das Gesetz kippt:

Patienten auf dem Land werden in der Bundesrepublik künftig vorwiegend von mobilen Medizinern mit entferntem Wohnort versorgt - zumindest wenn es nach den Ärzten geht. “In einem Dorf wird montags und dienstags zum Beispiel ein Hausarzt sein“, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. “Der Frauen- und der Augenarzt wird einmal in der Woche dort sein.“

Das Ärzte-Gesetz von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) schaffe die Voraussetzung dafür. Es soll nämlich die Pflicht für Ärzte entfallen, in der Nähe der Praxis zu wohnen. Im Bundestag stehen derzeit aufwendige Beratungen zu dem Versorgungsstrukturgesetz an.

Köhler warnte zugleich vor einem Scheitern an zentraler Stelle des Gesetzes: Zwei Monate nach dem Gesetzesbeschluss im Bundeskabinett drohe die “spezialärztliche Versorgung“ wieder zu kippen. Verbesserungen für Krebs- und andere Schwerkranke, die teils in Kliniken, teils in Praxen versorgt werden, würden dann entfallen. Grund ist der Widerstand der Länder.

dpa

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