Verhütung: Thromboserisiko mit Arzt besprechen

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Antibabypillen können das Risiko einer Thrombose steigern. Vor allem übergewichtige Frauen und Raucherinnen sind gefährdet. Foto: Carsten Rehder

Berlin (dpa/tmn) - Moderne Antibabypillen werben neben der Verhütung auch mit schöner Haut und Gewichtsverlust. Sie sollen allerdings auch das Thromboserisiko vervierfachen. Vor der Einnahme sollten Frauen sich dringend ärztlich beraten lassen.

Vor der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln sollten Frauen mit ihrem Arzt über das persönliche Thromboserisiko sprechen. Denn moderne Antibabypillen sind umstritten. Im Vergleich zu Präparaten der zweiten Generation, die das Risiko einer Thrombose verdoppeln, können laut dem Arzt und Apotheker Wolfgang Becker-Brüser vom unabhängigen Informationsdienst "arznei-telegramm" moderne Antibabypillen das Risiko vervierfachen. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hält die Gefahr allerdings für überschätzt. "Thrombosen sind eine seltene, in manchen Fällen aber schwerwiegende Komplikation bei der Einnahme von Antibabypillen", erklärt der BVF in einer Stellungnahme. Es sei egal, welcher Generation das Verhütungsmittel entspringe.

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel, das ein Gefäß verstopfen kann. Risikopatientinnen sind übergewichtige Frauen und Raucherinnen. Aber auch das Alter und die Krankengeschichte der Familie spielen eine wichtige Rolle.

Moderne Antibabypillen sind aus einem weiteren Grund umstritten: Ihre Hersteller werben nicht nur mit Empfängnisverhütung, sondern auch mit schöner Haut und Gewichtsverlust. Dafür sollen bestimmte synthetische Hormone verantwortlich sein, die in den Mitteln enthalten sind. "Solche Versprechen sind weder belegt, noch sollten sie ein Auswahlkriterium für Verhütungsmittel sein", erklärt Becker-Brüser.

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