Versorgung aus einer Hand

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Kompetentes Betreuungsteam: Annette Baumann (von links), die Teamleiterin und Sozialarbeiterin Andrea Höllscher-Meier, Petra Altschmied, Dagmar Pfleging und Elvira Kupfer haben mit ihren Senioren diesen lustigen Schneemann im Wald gebastelt. Das hält ihre „Schützlinge“ fit.

Bis ins hohe Alter wohl versorgt und betreut im gewohnten Zuhause leben: Das ist wohl der größte Wunsch der meisten Senioren. Der ambulante Pflegedienst der Diakoniestation der evangelischen Kirchengemeinde Niestetal hat sein Pflege- und Betreuungsangebot auf diese Bedürfnisse maßgeschneidert.

Auch alte Menschen, die wegen einer schweren Erkrankung, kognitiven Einschränkungen oder einer Sehbehinderung auf besondere, individuelle Unterstützung zur Bewältigung ihres Alltags angewiesen sind, erhalten eine Rundum-Versorgung aus einer Hand. Dafür habe man ein Netzwerk von Kooperationen mit Apotheken, Hausnotruf, einem unabhängigen Homecare-Unternehmen und dem DRK geknüpft, sagt Pflegedienstleiter Holger Fritsch, der zugleich Geschäftsführer der Diakoniestation ist.

Ein wichtiger Baustein des Pflegedienstes zur Verbesserung der Lebensqualität von Senioren ist das Betreuungsangebot für ältere Menschen mit Einschränkungen im Alltag, wie zum Beispiel Sehbehinderte oder demenziell erkrankte Menschen. Es startete erst vor gut drei Monaten. Inzwischen nehmenes bereits 34 Senioren war, sowohl in der Gruppe im Gemeindehaus in Sandershausen als auch in Form von Hausbesuchen. Die Betreuten lernen dabei, ihren Tagesablauf zu strukturieren und ihre noch vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten oder sogar auszubauen. „Mit so einer großen und schnellen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, sagt Fritsch. Für pflegende Angehörige sei dieses Angebot eine erhebliche Entlastung.

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Künftig kommen alle Menschen, sofern sie nur einen erhöhten Betreuungsbedarf haben, in den Genuss dieses Angebots: Das speziell geschulte Team der Diakoniestation eröffnet am Dienstag, 3. Februar, eine weitere Betreuungsgruppe im Dorfgemeinschaftshaus von Heiligenrode. Die Pflegekassen bezahlen für die Betreuung einen Zuschuss, wenn die Betroffenen wenigstens in Pflegestufe 0 eingestuft seien, sagt Holger Fritsch.

Daneben baut die Diakoniestation eine weitere Säule der Versorgung aus. Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist bedürfen einer palliativen Versorgung welche intensiviert werden. Bei diesen Menschen steht nicht mehr die Heilung, sondern der bestmögliche Erhalt der Lebensqualität im Vordergrund. Eine Kooperation mit einem Netzwerk für Palliativpflege ist bereits vereinbart, berichtet Holger Fritsch. (pdi)

Info zur Pflege und den Terminen der Betreuungsgruppen: www.diakoniestation-niestetal.de

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