Viele Experten ziehen an einem Strang

Der Tagesablauf auf der Station ist variabel, aber fest strukturiert. Die Pflege startet zuerst. „Es ist ein unheimlich menschlicher Kontakt. Die Pflege, die in der Geriatrie einer besonderen Sensibilität bedarf, macht uns auf viele Dinge bei den Patienten aufmerksam“, sagt Dr. Schneider.

Es folgen die ärztlichen Visiten mit Gesprächen und Diagnosen. Parallel starten die Ergotherapeuten und Krankengymnasten ab sieben Uhr morgens mit den Anwendungen. Die Palette der Ergotherapie, deren Ziel die Unterstützung im Alltag ist, reicht vom Anzieh- und Waschtraining über Hilfsmitteltraining bis hin zu kreativen Therapien, bei denen die Feinmotorik gefördert wird.

Die Krankengymnasten trainieren das Laufen, arbeiten mit Bewegungsschienen, bieten das Bewegungsbad und Massagen an und stellen die Belastungsfähigkeit der Patienten fest. „Für mich ist es eine belebende Freude zu sehen, wie die Patienten zueinander in Kommunikation treten“, sagt Dr. Schneider. Auch die Oberärztin der Station ist von der zusammenwachsenden Gemeinschaft der Patienten begeistert. „Da entstehen Freundschaften und unsere Patienten haben die Möglichkeit, in den gemütlichen Sitzecken Erfahrungen auszutauschen“, sagt Baotic-Meyer. Jeden ersten Dienstag im Monat findet auf der Station das gemeinschaftliche Waffelbacken mit Patienten und Therapeuten statt.

„Es gibt viele Möglichkeiten für Patienten, sich rechtzeitig mobilisieren zu lassen. Das bietet ein großes Potenzial für die Selbständigkeit im Alter“, sagt die Oberärztin. Beeindruckend seien die Fortschritte der Patienten, die ein gemeinschaftlicher Erfolg mit dem Therapeutenteam seien. (zgv)

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