Worauf man achten sollte

Vielseitige Ernährung schützt vor Eisenmangel

+
Eine ausgewogene Ernährung ist die beste Vorbeugung gegen Eisenmangel. Neben Hülsenfrüchten ist auch Fleisch eine wichtige Eisenquelle.

Eisen kann der Körper nicht selbst produzieren. Er braucht es aber für den reibungslosen Sauerstofftransport im Körper. Darum raten Experten zu einer ausgewogenen, vielseitigen Ernährung.

Müdigkeit, Schwindel und Haarausfall sind mögliche Symptome für Eisenmangel. Davor kann eine ausgewogene, vielseitige Ernährung schützen, erklärt Studienarzt Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

Worauf Menschen mit Eisenmangel achten sollten, erläutert er im Interview.

Wie kann ich Eisenmangel mit der Ernährung ausgleichen?

Wichtig sind eisenhaltige Lebensmittel, die besten Quellen sind Fleischprodukte und Hülsenfrüchte. Pflanzliches Eisen steht ansonsten oft nicht in so großer Menge zur Verfügung und wird etwas schlechter in den Körper aufgenommen. Eisenquellen sollten idealerweise mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln kombiniert werden, also Zitronensaft aufs Schnitzel oder Salat zum Steak. Schwarztee und Kaffee sollten hingegen nur mit zeitlichem Abstand getrunken werden. Zudem gibt es Medikamente, die die Eisenversorgung stören: Acetylsalicylsäure, Magensäureblocker oder Calcium- und Magnesiumpräparate. Das sollte man mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Wie lässt sich Eisenmangel erkennen?

Eisenmangel kann ohne Symptome auftreten. Typische Beschwerden, wenn vorhanden, sind allgemeine Symptome wie Leistungsmangel bis zur Belastungsluftnot, Schwindel, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Spezifischer sind auffallende Blässe von Haut und Schleimhäuten, Wachstumsstörungen der Nägel, Haarausfall sowie gereizte, entzündete Mundwinkel.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Jeder Eisenmangel gehört abgeklärt, auch wenn oftmals keine schwere bedrohliche Erkrankung zugrundeliegt. Die Ursachen reichen von unzureichender Eisenversorgung durch Ernährungsweise, hohem Eisenverbrauch, beispielsweise durch schwere Infekte, bis hin zu starken Eisenverlusten durch Blutungen. Nur mit ärztlicher Betreuung kann die Ursache gefunden und behoben werden.

dpa/tmn

Tipps gegen Eisenmangel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.