Völlegefühl und Übelkeit

Diese Magenbeschwerden sollten Sie ernst nehmen

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Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch oder eine allgemeine flaue Befindlichkeit: Solche Beschwerden können Anzeichen für eine Magenschleimhaut-Entzündung sein. 

Hinter Völlegefühl und Übelkeit steckt nicht immer eine zu üppige Mahlzeit. Das können auch Anzeichen für eine Entzündung sein. Damit die folgenlos ausheilt, sollte man die Symptome abklären lassen.

Übelkeit, Völlegefühl, Schmerzen im Oberbauch: Das sind mögliche Anzeichen für eine Entzündung der Magenschleimhaut. Auch Aufstoßen, Appetitlosigkeit und Mundgeruch können darauf hindeuten.

Einer der möglichen Auslöser für die sogenannte Gastritis ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, wie das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) erläutert. Die Bildung von Magensäure wird durch die Bakterien verstärkt und die Schleimhaut dadurch weiter geschädigt. In der Folge können etwa Magen- oder Darmgeschwüre entstehen.

Damit es so weit nicht kommt, sollte man bei entsprechenden Symptomen zum Arzt gehen. Mit einer Magenspiegelung mit Gewebeentnahme sowie einem Stuhl- oder Atemtest lässt sich die Erkrankung nachweisen.

Zur Behandlung kommen Medikamente zum Einsatz, erklärt das ÄZQ: ein Säureblocker, damit deren Produktion gehemmt wird und und die Magenschleimhaut sich erholen kann, sowie in der Regel zwei Antibiotika. Diese Mittel werden über eine bis zwei Wochen eingenommen. Ein paar Wochen, nachdem die Behandlung vorbei ist, sollte der Arzt prüfen, ob sich das Bakterium noch nachweisen lässt - mitunter haben sich bereits Antiobiotika-Resistenzen entwickelt. Deshalb ist es wichtig, die Medikamente wie vom Arzt verordnet einzunehmen.

Manche Menschen macht die Gastritis auch keine Beschwerden. In einem solchen Fall ist eine Behandlung nicht unbedingt nötig, wie das ÄZQ erläutert. Grundsätzlich bereitet das Helicobacter-Bakterium oft keinerlei Probleme oder Schädigungen.

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Darm: Von Zotten und Bakterien

Bauweh Darm
Das wichtigste zum Thema Darm: Er verrichtet seinen Dienst im Verborgenen, macht nur selten auf sich aufmerksam. Dabei braucht sich der Darm nicht zu verstecken. Immerhin holt er auch noch das Letzte aus dem Essen raus. Ohne den Darm würden uns schnell die Kräfte verlassen: Ein kleiner Einblick in seine Arbeit, natürlich in leicht verdaulichen Portionen. © dpa
Der Darm ist nicht nur bis zu acht Meter lang. Ausstülpungen der Schleimhaut ins Darminnere, sogenannte Zotten, vergrößern seine Oberfläche um ein Vielfaches. Dazu tragen auch Fortsätze auf den Darmzellen bei. So bringt es der Darm auf eine Oberfläche von 400 bis 500 Quadratmeter. Das erlaubt es ihm, seh viele Nährstoffe aufzunehmen. © dpa
Fünf Liter Verdauungssekret bildet der Körper an nur einem Tag. Einen Teil kommt aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die vor allem wichtige Verdauungsenzyme liefert. Sie spalten den Speisebrei in seine Bestandteile. Die Leber liefert Galle, die in der Gallenblase gespeichert und nach dem Essen in den Dünndarm abgegeben wird. Die zähe Flüssigkeit hilft bei der Fettverdauung. © dpa
Der Darm ist das Zuhause unzähliger Mikroorganismen. Sie helfen bei der Verdauung und verhindern, dass sich krankmachende Keime ansiedeln. Besonders eng ist es dabei im Dickdarm. Dort findet man bis zu zehn Billionen... © dpa
...Bakterien pro Gramm Darminhalt. Auch der Stuhl besteht zu mehr als 50 Prozent aus Bakterien. Ist der Darm chronisch entzündet, reagiert er nicht nur mit Durchfall. Er kann auch seine Funktionen nicht mehr voll erfüllen. So vertragen manche Patienten plötzlich Milch nicht mehr gut. Enzyme, die den enthaltenen Milchzucker (Lactose) spalten, werden nämlich in der Schleimhaut des Dünndarms gebildet. © dpa
Das funktioniert bei einer Entzündung oft nicht mehr richtig. Auch die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen funktioniert deutlich schlechter, was zu einem Mangel führen kann. © dapd
Sie haben weitere Fragen zum Darm und chronischen Entzündungen? Verlässliche Informationen im Internet finden Sie zum Beispiel beim Kompetenznetz Darmerkrankungen unter www.kompetenznetz- ced.de, die Gastroliga bietet Broschüren zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unter www.gastro-liga.de zum Download. © dpa
Sogar einen eigenen Tag zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gibt es: Am 28. September findet der Crohn-Colitis-Tag statt. Veranstaltungen findet man unter www.crohncolitis- tag.de. © dapd

dpa/tmn

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