Unruhige Nächte

Schlechter Schlaf, Nervosität, Zyklus: Welche Auswirkungen hat Vollmond auf uns wirklich?

Vollmond über einem Kirchturm
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Vollmond beeinträchtigt vieler Menschen Schlaf und Psyche.

Viele Menschen klagen darüber an Vollmond oder in der Nacht davor schlecht bis gar nicht schlafen zu können. Doch welche Auswirkungen hat Vollmond wirklich?

  • Vollmond bringt regelmäßig Menschen zur Verzweiflung, so schöne und romantisch er auch sein mag.
  • Der Grund: Viele Menschen leiden an Schlaflosigkeit* um Vollmond herum.
  • Doch was ist dran? Und welche Auswirkungen hat Vollmond wirklich auf uns?

Beeinträchtigt Vollmond unseren Schlaf?

Die Vorstellung, dass der Mondzyklus das Verhalten der Menschen beeinflussen kann, reicht Tausende von Jahren zurück und manifestiert sich auch in Sagen und Mythen rund um Werwölfe und Vampire, die zu Vollmond aktiv werden und sich verwandeln. Heutzutage ist davon natürlich nichts geblieben, meist klagen die Menschen zu Vollmond und wenige Tage zuvor hauptsächlich über ein Thema: Schlaflosigkeit. Die vielleicht bekannteste Studie zum Thema Schlaflosigkeit und Vollmond ist von 2013. Dabei untersuchte der Schweizer Christian Cajochen mit seinem Team Probanden und stellte in Vollmondnächten einen verminderten Melatonin-Spiegel fest. Die Probanden hatte dadurch durchschnittlich zwanzig Minuten weniger geschlafen und im Schnitt fünf Minuten länger zum Einschlafen gebraucht.

Die Ergebnisse der Studie sind jedoch umstritten, wie das Portal Geo berichtet. Allein aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von 33 Personen sei die Aussagekraft der Studie eher gering. Abschließend ist also nicht geklärt, ob Vollmond wirklich negative Auswirkungen auf unseren Schlaf haben kann. Nichtsdestotrotz empfinden viele Menschen Vollmond als eindeutigen Verursacher für schlechten Schlaf.

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Mondkalender: Wann ist Neumond / Vollmond 2020?

DatumMondphase
20. Juli 2020Neumond
3. August 2020Vollmond
19. August 2020Neumond
02. September 2020Vollmond
17. September 2020Neumond
01. Oktober 2020Vollmond
16. Oktober 2020Neumond
31. Oktober 2020Vollmond
15. November 2020Neumond
30. November 2020Vollmond
14. Dezember 2020Neumond
30. Dezember 2020Vollmond

Vollmond und Periode: Auswirkungen auf den weiblichen Zyklus

Der Menstruationszyklus einer Frau beträgt im Mittelwert 28 Tage, der Zyklus des Mondes beträgt 29 Tage. Zufall? Laut einer Gruppe chinesischer Forscher nicht: In einer Studie bekamen 30 Prozent aller teilnehmenden Frauen ihren Eisprung bei Vollmond. Die Menstruation setzte bei Neumond ein. In einigen Kulturen gibt es sogar einen Namen für dieses Phänomen: Weißer Mondzyklus. Er richtet sich danach, neues Leben zu schaffen und soll die Fruchtbarkeit der Erde widerspiegeln..

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Werden Menschen nervöser oder unaufmerksamer bei Vollmond?

Der Vollmond kann auch unser Verhalten beeinflussen, heißt es immer wieder. Angeblich sollen Menschen um Vollmond herum anfällig für Krankheiten und Unfälle sein. So zeigte eine Studie von 2011, die im „World Journal of Surgery“ erschien, dass rund 40 Prozent des medizinischen Fachpersonals bei Patienten so genannten „Vollmondwahnsinn“ beobachtet haben will. Zudem sei die Anzahl der Notrufe während Vollmond im Testzeitraum um drei Prozent gestiegen, bei Neumond jedoch um sechs Prozent gesunken. (sca) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
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